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Am Direktvertrieb führt kein Weg vorbei – sagt Markus Luthe vom Hotelverband Deutschland

“Der Direktvertrieb und die Distributionswege sind die brennenden Themen in der Hotellerie!” Das sagte mir Markus Luthe, Hauptgeschäftsführer des Hotelverbands Deutschland (IHA), als ich ihn im April 2007 in Berlin kennen lernte (wo ich die Premiere der Bloggerkonferenz republica besuchte).

Meinen Ideen über den Einsatz von Social Media lauschte er sehr interessiert und höflich. Dennoch machte mir sein mit Inbrunst vorgetragener Satz überklar, dass Hoteliers andere Fragen unter den Nägeln brannten als Weblogs, Cluetrain Manifesto und ” the wisdom of the crowds”. Umso mehr freute ich mich, als beim Jahreskongress 2008 in Dresden Social Media und Hotelbewertungsplattformen im Mittelpunkt standen. Auch ich war Referentin.

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Und 2011? Da wiederholte er den Satz sinngemäß: “Am Direktvertrieb führt kein Weg vorbei!” Aber neben diesen ernsthaften Themen hatten wir – als ich ihn im Rahmen der NEXT11 in Berlin besuchte – auch Zeit für Fragen zum Einsatz von Public Relations und Social Media in der Hotellerie. Und daher ist Markus Luthe der Star der zweiten passionPRaxis!

Hotels & Positionierung

Hotels haben Vorbehalte, sich auf eine einzelne Zielgruppe zu fokussieren. Das Risiko ist groß, wenn die angestrebte Nische nicht richtig besetzt wird oder ökonomisch nicht tragfähig genug ist. Daher bleiben sie lieber generell, um keine Gästegruppen zu verprellen.

Social Media, Web & Public Relations

Bei der klassischen PR gibt es zunehmend Zweifel an der Effizienz in Zeiten des user generated contents. Social Media und GoogleAds schaffen einfache Alternativen dazu. Die Mehrzahl der Hotels ist heute schon auf Social Media-Plattformen aktiv. Social Media als Spezial-Anwendung der PR. Was mir allerdings auffällt: Oftmals scheint keine klar erkennbare Strategie dahinter zu stecken. Da geht es eher um ein „Me too“.

Wer das Budget hat, setzt statt klassischer PR lieber auf Online-Werbung, die Buchungen ohne Medienbruch ermöglicht. Das gab es früher nicht. Den Platz an der Google-Werbesonne muss man sich allerdings mit – immer mehr – Geld kaufen!

Qualität & Social Media

Social Media müsste mittelfristig eigentlich dazu beitragen, das beste Qualitätsprodukt durch Sichtbarkeit – oder sagen wir Mundpropaganda – erfolgreicher zu machen. Ich bin überzeugt, dass in diesem Sinne die nachhaltigste Strategie immer noch die Arbeit an der Qualität, die Konzentration auf die Offline-Kernaufgaben ist.

Hotellerie & Facebook

Wie kann ich meine Markenkommunikation komplett in die Obhut einer anderen Marke geben? Ich darf mich doch nicht abhängig von einer anderen Plattform machen und sei sie noch so reichweitenstark. Erfahrungen sammeln? Ja! Aber die Aufmerksamkeit muss letztendlich immer auf die Hotel-Webseite oder den Hotel-Weblog gelenkt werden. Lesen Sie dazu auch Luthes Beitrag im Blog des Hotelverbandes>

Was Luthe zum Thema Direktbuchung erzählte, lesen Sie hier im TP-Blog: Für Hotels führt kein Weg am Direktvertrieb vorbei

Diplom-Volkswirt Markus Luthe ist Hauptgeschäftsführer des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Neben seinen Aufgaben im Lobbying und Networking für den Branchenverband der Hotellerie ist er insbesondere für die Bereiche Qualität, Marketing und Distribution zuständig. So zeichnet er u.a. seit Einführung der Deutschen Hotelklassifizierung im Jahr 1996 für die Hotelsterne verantwortlich. Er ist zugleich Mitglied des Executive Committees von HOTREC – Hotels, Restaurants & Cafés in Europa – und Chairman des HOTREC Quality Boards.

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Die Hotelbranche muss über den Tellerrand schauen – passionPRaxis

Trommelwirbel, Fanfaren, Applaus: Vorhang auf für das erste passionPRaxis-Gespräch. In dieser neuen Reihe werde ich Praktiker aus der Tourismusbranche interviewen, zu Themen wie Social Media, PR und Marketing. Weil Interviews manchmal recht lang werden können, liefert Ihnen aber passionPRaxis die pure Essenz des Gesprächs.

Paukenschlag zum Auftakt? Ausgerechnet bei der PRemiere der passionPRaxis gab es PRobleme. Darin stand ein/e intelligente/R Hotel-Marketing-ManagerIn im Mittelpunkt. Weil ich weiß, dass Firmen es manchmal nicht gerne sehen, wenn ihre Mitarbeiter mit der Presse reden, bat ich das Hotel, bzw. die für Social Media verantwortliche Person, die mir persönlich bekannt ist, telefonisch um die Freigabe meiner digitalisierten Notizen. Mir wurden 24 Stunden in Aussicht gestellt.  Nach 36 Stunden hatte ich weder eine Freigabe, noch vom Unternehmen gehört. Also hakte ich per Mail nach. Die Antwort kam sofort: Vielleicht würde ich bis Abend eine Freigabe bekommen.

Darauf zog ich mein Angebot zurück. Die gute Nachricht ist, die Essenz unseres Gesprächs schafft es trotzdem in die Premiere der passionPRaxis. Wenn auch ohne Nennung der Person und des Hotels. Viel Vergnügen beim Lesen und Teilen!

Content & Social Media Guidelines

Das Manko an Social Media Guidelines: Sie sind meist zu rudimentär. Social Media Guidelines sollten genau enthalten, auf welchen Kanälen was kommuniziert werden kann.

Wir trennen bewusst, welche Inhalte wir für Twitter und Facebook verwenden. Twitter benutzen wir in erster Linie für unsere Angebote und das Tagesmenü. Facebook setzen wir für die aktive Interaktion mit unseren Fans ein. Auf Facebook funktionieren auch Angebote gut. Man muss es nur richtig machen.

Social Media & Hotelmitarbeiter

Für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt es eine geschlossene Facebook-Gruppe als Kommunikations-Tool. Die Personalabteilung kontrolliert genau, wer der Gruppe angehört. Wenn ein Mitarbeiter das Hotel verlässt, wird auch seine Gruppenmitgliedschaft gelöscht. Diese Gruppe wird gut genutzt und ist gut durchmischt. Natürlich erreichen wir damit nicht alle, deswegen gibt es immer noch das Schwarze Brett.

Mir ist wichtig, das Verständnis für Social Media bei allen im Hotel zu stärken. Damit die sehen, dass es funktioniert. Bei Postings von zufriedenen Gästen auf Facebook oder Bewertungsplattformen, klicken viele Mitarbeiter auf „Gefällt mir“. Da merkt man, dass sie stolz sind auf das positive Feedback.

Social Media & Recruiting

Sind Videos für Recruiting und Mitarbeiter-Bildung denkbar? Absolut, für die junge Generation ist das schon normal.

Tourismus, Hotellerie & Public Relations

Klassische PR macht schon noch Sinn, wird sich aber, was Hotels betrifft, professionalisieren müssen. PR kann nicht lediglich über die Information über das neueste Package, Award oder Spargelmenü funktionieren. Es braucht Inhalte. Denn News kann man sich heute schnell selber online suchen.

In der Hotelbranche, und im Tourismus allgemein, schauen wir immer nur, was die Kollegen machen. Was andere Branchen machen, das hat uns bisher nicht interessiert. Die Hotellerie muss über den Tellerrand hinaus schauen.

Hier würde ein Bild mit dem Namen, Kurzbeschreibung des Unternehmens sowie Link auf die Webseite und Social Media-Präsenzen stehen. Leider konnte das Unternehmen bzw. der/die eigens dafür abgestellte/R Social Media Verantwortliche/R die Freigabe nicht in der von mir erwarteten und ich denke, auch angemessenen Reaktionszeit freigeben. Dennoch wäre es ein Verbrechen wenn  dieses wertvolle Wissen auf  meiner Festplatte verstaubt. Viel Vergnügen beim TEILEN;-)

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Lesen Sie auch Blogger Relations, PR & Ignoranz im TP-Blog

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Raus aus der Online-Wüste!

Virtuelles Mauerblümchen war gestern. Mit Social Media werden Sie sichtbarer! Ich bin Karin Schmollgruber: Online-Pionierin mit mehr als 12 Jahren Erfahrung in der digitalen Kommunikation... und austro-chilenische Wahl-Wienerin, die Sie garantiert nicht in der (Online)-Wüste stehen lässt!
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