Facebook für Reisebüros, dazu wurde ich vor einigen Tagen von einem deutschen Branchenmagazin interviewt. Hier sind vorab meine Antworten, die natürlich für alle KMUs von Interesse sein könnten
Worauf muss man als Reisebüro bei seinen Facebook-Aktivitäten achten? Wo lauern eventuell Gefahren?
Ich kann es nicht oft genug betonen, die eigene Webseite, der eigene Newsletter und vielleicht sogar der eigene Weblog, sind und bleiben wichtiger als das „fremdbestimmte“ Facebook. Die beste Online-Strategie ist immer noch, Facebook zu nutzen, um Fans auf die Unternehmens-Webseite und buchbare Angebote aufmerksam zu machen. Die größte Herausforderung besteht darin, Fans zur Interaktion mit den Facebook-Meldungen zu motivieren. Wer gerne werbliche Sprüche und Nullmeldungen veröffentlicht, verschwendet einerseits die Zeit der Fans, anderseits auch seine eigenen Ressourcen.
Welche Tipps können Sie Reisebüros für Facebook mit auf den Weg geben?
Ein Reisebüro hat gegenüber einer Kette den großen Vorteil, dass es auf Facebook – und anderen Social Media-Plattformen – sozusagen auf einer persönlichen Ebene mit seinen Kunden kommunizieren kann. Diese Chance gilt es aber auch zu nutzen.
Viele Reisebüroketten und -kooperationen kümmern sich massiv um die Facebook-Präsenz ihrer Mitglieder. Macht das aus Ihrer Sicht Sinn?
Ja, denn eine Facebook-Seite macht nur Sinn, wenn dort auch etwas geschieht. Die „Fans“ sollten auf jeden Fall den Eindruck haben, dass es sich für sie auszahlt dabei zu sein. Ich halte es daher für eine Win-Win-Situation, wenn die Ketten ihre Partner dabei unterstützen können, attraktiven Content anzubieten. Außerdem gibt es rund um Facebook ständig neue technische Möglichkeiten und veränderte Rahmenbedingungen. Die Ketten haben mehr Ressourcen, um da Impulse zu geben.
Inzwischen gibt es mit Google + einen ernsthaften Facebook-Herausforderer. Sollten sich die Reisebüros damit jetzt schon beschäftigen?”
Zurzeit gibt es für Unternehmen noch keine Möglichkeit eine Seite auf Google+ anzulegen. Im Hintergrund wird aber bereits daran gearbeitet. Bei Facebook war es in den ersten Jahren ähnlich. Erst kamen private Profile, später die Seiten für Unternehmen.
Grundsätzlich gilt: Facebook wird durch Google+ genauso wenig ersetzt wie Twitter durch Facebook. Jede Plattform wird den Raum einnehmen, den ihnen seine Mitglieder geben. Und für alle Gestressten der Aufruf: ruhig bleiben, offen bleiben!
Über Karin Schmollgruber /passion PR: Die Pionierin für Online-Kommunikation ist Vortragende, Seminar-Leiterin für den Einsatz von Social Media und (PR-)Beraterin – mit Schwerpunkt Tourismusbranche. Zu ihren Kunden gehören u.a. Österreichische Hoteliervereinigung, APA-OTS Tourismuspresse, Katla Travel und Hotels in D/A/CH. Seit 2006 bloggt die Austro-Chilenin & studierte Juristin auf fastenyourseatbelts.at über Do’s und Don’ts in Social Media und Online-Kommunikation. Für noch mehr handfeste Umsetzungstipps bestellen Sie ihren Newsletter auf passionpr.at/impuls























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