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Mit Facebook mitten in unser Reptilienhirn

Journalisten-Interviews über Social Media, die Spaß machen: Die gehören zu  meinen Highlights. Ein österreichisches Gastromagazin stellte mir diese Woche  interessante Fragen. Nachdem Interviews erfahrungsgemäßg gekürzt werden, finden Sie hier meine Antworten in voller Länge.

Will ein Hotel- oder Gastronomiebetrieb online am aktuellsten Stand der Dinge sein, muss er dann wirklich twittern?

Die Branche leidet unter chronischem Zeitmangel. Ich halte daher wenig vom erhobenen Social-Media-Zeigefinger. Was aber klar ist: Egal ob Twitter, Facebook oder YouTube, diese Plattformen erhöhen die Online-Sichtbarkeit eines Betriebes.

Kommen wirklich mehr Gäste, je intensiver ein Betrieb Social-Media-Netzwerke nützt?

Die intensive Nutzung wird online und auf den mobilen Endgeräten auf jeden Fall die Sichtbarkeit erhöhen. Das ist immer eine Waffe im Wettbewerb um die Gunst der Gäste. Wer dafür keine Zeit oder Lust hat, sollte Social Media passiv nutzen. Der Social-Media-Vorreiter unter den österreichischen Wirten und ehemaliger IT-Manager, Michael Vesely, hängt zum Beispiel ausgedruckte Kundenbewertungen der verschiedenen Plattformen beim Eingang zu seinem Wiener Restaurant reisinger’s auf. Das ist schnell gemacht und überzeugend!

Wie kann beispielsweise ein 4-Sterne-Business- Hotel optimal Facebook nutzen und tatsächlich davon profitieren?

Es gibt wohl wenige Unternehmen, denen es so gut geht, dass sie auf Marketing und Kommunikation gänzlich verzichten könnten. Facebook ist das einfachste Werkzeug, um immer wieder im Netz auf sich aufmerksam zu machen. Für Hotels und Gastronomen bieten die kostenlosen Fotoalben eine Möglichkeit, die Bilder ihrer Highlights in Sekundenschnelle online zu stellen. Das ist nur einer der Vorteile.

Das Hotel Panhans am Semmering startete im Sommer 2009 seine Facebookseite. Darüber stehen sie mittlerweile mit mehr als 3.500 Gästen regelmäßig in Kontakt – ohne zusätzliche Kosten!

Aus virtuellen Kontakten Gäste zu machen, sollte das eigentliche (Umsatz-)Ziel sein. Wie lässt sich dieses Ziel erreichen?

Unsere Aufmerksamkeitsspanne wird immer kürzer. Als Unternehmer müssen wir es innerhalb von wenigen Sekunden schaffen online Interesse zu wecken. Je öfter wir also online auf unsere potenziellen Gäste stoßen, desto länger werden sie uns ihre Zeit schenken. Und das erhöht unsere Chancen.

Kaufentscheidungen werden ja letztendlich nicht rational getroffen, sondern nach reiflicher Überlegung aus dem Bauch hinaus. Die verschiedenen Social Media-Plattformen geben uns die Mittel, um diese Bauchentscheidungen mitzusteuern.

Was ist das Geheimnis eines guten Blogs bzw. wie können Hoteliers/Gastronomen Blogs dazu nutzen, einen wirklichen Dialog aufzubauen?

Der Bauch ist ja nur eine Metapher für das Reptilienhirn, das unsere Kaufentscheidungen trifft. Dieses „alte Gehirn“, das wir mit allen Wirbelsäulentieren teilen, scannt Informationen immer auf den persönlichen Nutzen.

Wer also nicht nur für Google bloggen möchte, sollte seine Informationen immer so präsentieren, dass der Vorteil für den potenziellen Kunden klar ist. Und ein Dialog entsteht immer durch die persönliche Anrede. Schreiben Sie so, als würden Sie mit einem Gast reden, statt über ihn! Noch was: Ohne Leidenschaft geht gar nichts!

Über Karin Schmollgruber /passion PR: Die Pionierin für Online-Kommunikation ist Vortragende, Seminar-Leiterin für den Einsatz von Social Media und (PR-)Beraterin – mit Schwerpunkt Tourismusbranche. Zu ihren Kunden gehören u.a. Österreichische Hoteliervereinigung, APA-OTS Tourismuspresse, Katla Travel und Hotels in D/A/CH. Seit 2006 bloggt die Austro-Chilenin & studierte Juristin auf fastenyourseatbelts.at über Do’s und Don’ts in Social Media und Online-Kommunikation. Für noch mehr handfeste Umsetzungstipps bestellen Sie ihren Newsletter auf passionpr.at/impuls

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Mercure Gruppe lädt ausgewählte Blogger ein

Hotelgruppen gibt es wie Sand am Meer. Viele wollen sich durch die Einführung von Premiumlines oder Budgetlinien in bestimmten Zielgruppen positionieren. Um ihre neue Designhotel-Marke aloft bekannt zu machen, startete die Starwood Gruppe 2006 ein gelungenes Experiment auf Second Life. Der Versuch samt Blog erntete damals viel Medieninteresse.

Nun wagt auch die Mercure Gruppe einen Vorstoß in die Blogosphäre, um ihre neue Marke MGallery zu bewerben. Ins neue Hotel nach Lyon  wurde unter anderem der Marketingspezialist und Blogger Bernd Röthlingshöfer eingeladen. Blogzwang gibt es zwar keinen, die Eingeladenen sollen aber ein kleines digitales Reisetagebuch zusammenstellen. Noch ist Bernd ja unterwegs. Ich warte aber schon sehnsüchtig auf die Schilderung seines Besuches.

Die spanische Hotelgruppe Group Magic Costa Blanca geht einen anderen Weg. Jeder Blogger kann dort auf eigenen Wunsch eine Bloggerkarte beantragen. Mit der Karte gibts Rabatte. Darüber habe ich letztes Jahr diesen Beitrag geschrieben: Promotion card for Bloggers – the Tarjeta Bloggers by the Hotel Group Magic Costa Blanca

Mir gefallen beide Programme. Natürlich kommen solche Versuche nicht für jedes Hotel in Frage. Aber ich denke, dass es auch für Familienhotels viele Möglichkeiten gibt, das Potenzial von Blogs und Bloggern zu nützen.

via Rivva.de

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Blogs – Chance zur Stellungnahme

Nehmen Sie Stellung! Das ist ein Rat, den ich meinen Kunden und in Vorträgen oft gebe. Die meisten Unternehmen haben Angst vor negativen Einträgen in Bewertungsplattformen oder fremden Weblogs, und erst recht vor negativen Kommentaren im eigenen Weblog. Das ist absolut verständlich. Doch es lohnt sich diese Angst zu bezwingen, denn ein eigener Weblog gibt Ihnen die Gelegenheit, Ihren eigenen Standpunkt darzustellen.

Ich werde den vor einigen Wochen in Tirol "für oder auch nicht für Touristen" veranstalteten Almabtrieb sicher nicht werten. Der ORF Tirol schrieb darüber. Die Kommentare darauf waren harmlos bis bösartig. Florian Schreder vom Hotel Tiroler Adler hat seinen Hotelblog zur persönlichen Stellungnahme genutzt. Darum gehts!

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Blogs in Destination Marketing

I had been meaning to write about the first scientific conference on blogs and destination marketing that took place in Kitzbuehel on July 12. Unfortunately, I could not go, but Jens Oellrichs from the German Tourismus-Zukunft-Blog was there – among a crowd of 40 attendants.

You can find all presentations here. I recommend looking at the presentation by Dean Carson from the Charles Darwin University on "The ‘Blogosphere’ as a Market Research Tool for Tourism Destinations: a case study of Australia’s Northern Territory".

His conclusions about monitoring travel blogs for market research are:

  • Blog analysis is not necessarily a cheap alternative for destination marketers
  • Understanding who is writing and reading is critical
  • Perhaps greater value from specific questioning
  • Many ways of interpreting the contents

The last pages of Stephan Pühringer’s "Practitioner Views on Tourism Blogs" are a good read too. Stephan Pühringer is responsible for the website of Kitzbuehel Tourism, one of Austria’s poshest mountain destination. He recommends:

Your website should also convey your organisation’s culture, philosophy and passion

  • Allows potential customers to engage with your organisation on a human level
  • Introduce your history, your staff and your journey as an organisation
  • Update with recent happenings and your staff’s involvement in local events
  • Enable customer postings on your site – “electronic testimonials”

Must moderate these aspects of your site

  • Link to other sites that provide positive commentary about your region and product
  • Make your site part of the “Experience”. Add photos as the season change
  • Include areas for updates on interesting stories from your region
  • Allow staff to blog

Sorry folks, there was no blog.

This was my traditional weekly English post. If you liked it, please check out my recent English articles:

More to come at my English category. Every Monday, I promise!

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Wenn Airlines bloggen – Blog von Air France Mexico

Von Air France Mexico gibt es seit Juni 2006 einen Blog (in Spanisch). Der Blog namens Buenos Días Mexico soll laut Selbstbeschreibung einen Blick hinter die Kulissen der Fluglinie erlauben. Die LeserInnen sollen deren Produkte, Angestellte, Routen und Destinationen besser kennen lernen. Das Ziel ist: im Dialog mit den LeserInnen und Kunden das eigene Service zu verbessern. Löblich!

Hier eine kleine Case-Study. Zunächst die positiven Punkte:

  • Der Mut, als Unternehmen (und noch dazu als Airline) ein Blog einzurichten.
  • Der Aufruf an LeserInnen, die Berichte zu kommentieren und eigene Erfahrungen sowie Fotos einzuschicken. Ganz im Sinne von "Märkte sind Gespräche" (siehe Cluetrain Manifesto).
  • Sie bauen andere Web 2.0-Anwendungen ein, wie Flickr oder Widgets.
  • Der Inhalt ist fokussiert: Es geht ums Fliegen, am liebsten mit Air France.
  • Bilder oder Screenshots lockern Textbeiträge auf.
  • Das Layout ist übersichtlich.
  • Das Screendesign ist freundlich und geht mit dem Corporate Design von Air France konform.

Wo Optimierungsbedarf besteht:

  • Man weiß nicht, wer der Autor ist. Das ist wohl durchaus gewollt, denn in der About-Rubrik wird nicht nur explizit dazu aufgerufen, Kommentare zu posten, sondern auch selber zum Autor zu werden. Doch auch bei Gemeinschaftsblogs sollte klar sein, aus wessen Feder der Inhalt stammt. Die Österreich Werbung hat das sehr gut gelöst.
  • Obwohl die inhaltliche Ausrichtung klar definiert wurde, hapert es bei der Umsetzung. Es geht wohl ums Fliegen, aber ich habe bisher keine Flugzeuge und Angestellte von Air France kennen gelernt, noch sonstige persönliche Einblicke gewinnen können. Das war allerdings das Ziel von Air France Mexico.
  • Teilweise werden Berichte veröffentlicht, die Pressemeldungen ähneln oder einfach aus einer Zeitung übernommen wurden. Worin liegt dabei der Mehrwert für die LeserInnen?
  • Es fehlt darob der menschliche "Touch". Siehe Cluetrain Manifesto-These #5: Menschen erkennen einander am Klang ihrer Stimme.

Hut ab: Die Macher des Blogs wissen, worin die Chancen eines Corporate-Blogs liegen. Aber damit das Potenzial erzielt wird, müssen Inhalt und Intention übereinstimmen.  Experimente und Erfahrungen sammeln ist natürlich in Ordnung. Doch nach einem dreiviertel Jahr sollte das ursprüngliche Ziel ins Auge gefasst werden, auch wenn die erforderliche Neuausrichtung die Investition von Zeit und Hirnschmalz erfordert.

Einen gelungenen Fluglinien-Blog führt der CEO von Jet Blue. Und In diesem Beitrag gebe ich weitere Tipps zu Unternehmensblogs.

Via Les Explorers, merci de Vienne!

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Raus aus der Online-Wüste!

Virtuelles Mauerblümchen war gestern. Mit Social Media werden Sie sichtbarer! Ich bin Karin Schmollgruber: Die einzige Social Media- und PR-Beraterin im Tourismus, die auch Bloggerin ist... Online-Pionierin mit mehr als 12 Jahren Erfahrung in der Online-Kommunikation... und austro-chilenische Wahl-Wienerin, die Sie garantiert nicht in der (Online)-Wüste stehen lässt!
Sind Sie bereit? Dann bringen Sie folgende Klicks sofort zum Erblühen: Auf passionpr.at>> finden Sie meinen Gratis-Newsletter >>, Leistungen >> und Referenzen >>
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