Archiv | Destinationen

Online Gäste überzeugen in Zentral & Osteurapa – Interview mit team4tourism

Zum ersten Mal hier? Bestellen Sie meinen Newsletter & erhalten Sie jeden Monat Tipps zum Einsatz von Social Media im Tourismus.

Team T4T
team4tourism Jörg Schober, Stephan Weinberger, Astrid Steharnig

Während des Blog-Relaunches habe ich eine LeserInnen-Umfrage durchgeführt. Dabei kam heraus, dass mehr Interviews mit Experten gewünscht sind.

Voilá, alle Marketingverantwortliche aus Hotels und Tourismusverbänden, deren Quellmärkte sich auch in CEE befinden, sollten unbedingt das Interview mit den drei CEE-Profis von team4tourism.

Ich kenne Managing Partner Astrid Steharnig noch aus unseren gemeinsamen WienTourismus-Zeiten, wo sie den gesamten ost- und zentraleuropäischen Markt bearbeitete. Da freut es mich natürlich besonders, dass ich team4tourism dieses Jahr in Sachen PR unterstützen darf.

Lohnt es sich überhaupt in Zeiten der Wirtschaftskrise Gäste aus Zentral- und Ost-Europa anzusprechen? Immerhin hat sich die Zahl der Millionäre dort drastisch verringert. Astrid Steharnig: Es stimmt schon, dass die Wirtschaftskrise sich auch dort ausgewirkt hat. Aber es sind nicht nur die Reichen und die Millionäre, die nach Österreich kommen. Selbst der Mittelstand – gerade aus dem russischen Markt – will auch jetzt nicht mehr auf den Urlaub verzichten. Gespart wird allerdings bei den Zusatzausgaben.

Was sollten österreichische Hoteliers und Destinationen beachten, die eine Online-Marketing-Aktion in CEE planen? Jörg Schober: Erstens, auch auf zentral- und osteuropäischen Webseiten ist Online-Werbung nicht umsonst. Das überrascht viele österreichische Touristiker. Deswegen setzen wir oft auf erfolgreiche zielgruppenspezifische Nischen-Webseiten. Zweitens, aus unserer Erfahrung ist eine Landing-Page in der Landessprache ist unverzichtbar, außer wenn der Betrieb oder die Destination eine Seite in der jeweiligen Sprache anbietet. Drittens, die Verbindung mit einem Callcenter ist ideal. Denn eine österreichische Telefonnummer als Infostelle funktioniert einfach nicht. Die Sprachbarriere darf nicht unterschätzt werden. Wobei das auch von Land zu Land verschieden ist. Viertens, auch in Osteuropa gilt, dass Einzelaktionen nichts bringen.

Privat sind Zentral- und Osteuropäer in vielen Bereichen online-affiner als Österreicher und Deutsche. Wobei das von Markt zu Markt variiert.

Freche Frage, gibt es einen Schlüssel zum Online-Marketing-Erfolg? Stephan Weinberger: Also wir legen großen Wert darauf, dass unsere Marketing-Aktionen für Kunden immer mit einem Response-Element verknüpft werden, egal ob online oder klassisch. Dazu gehört beispielsweise das Erfassen und rechtzeitige Nachbearbeiten von Adressen. Außerdem erstellen wir bei Online-Aktionen eine genau auf die Aktion abgestimmte Webseite in der Landessprache sowie eine nationale Telefon-Hotline, damit potenzielle Gäste Fragen zur Destination oder zum Hotel stellen können. Und zwar ohne Sprachbarriere und die Hemmschwelle, ins Ausland anrufen zu müssen. Gerade diese Punkte sind für den Erfolg einer Online-Kampagne zentral.

Was uns besonders wichtig ist: Die spezielle Landingpage und die Hotline ermöglichen die genaue Messung der Wirksamkeit.


Können Sie ein konkretes Beispiel nennen? Astrid Steharnig: Bei der Wirtschaftskooperation, die wir Ende 2009 mit St. Anton am Arlberg und Audi in Rumänien durchgeführt haben, war es etwa so, dass St. Anton als Destination in Rumänien noch wenig bekannt ist. Daher können potenzielle Gäste in rumänischen Reisebüros kaum Angebote buchen. Reisebüros spielen dort aber noch eine große Rolle.

Wir haben also extra eine Hotline eingerichtet, bei der Interessenten, die wir über die Online-Maßnahmen neugierig machten, mehr Infos erhielten. Viele riefen diese nationale Hotline an, um sich konkret über freie Zimmer über Silvester, die Preise für den Skipass und die Möglichkeit von Skiverleihen zu informieren, in ihrer eigenen Sprache. Es gibt kaum einen österreichischen Tourismusverband, der diese Auskünfte auf Rumänisch geben kann!

Wir setzen in allen CEE-Ländern, in denen team4tourism aktiv ist, geschulte Mitarbeiter ein, die die jeweilige österreichische Destination oder das Hotel kennen und kompetent Auskunft geben können, bzw. im Einzelfall genau wissen, an wen sie die Fragen weitergeben können.


Was bedeutet das konkret? Jörg Schober: Um ein Beispiel zu nennen. Bei unserem Online-Gewinnspiel für St. Anton mit Kooperationspartner Audi Rumänien registrierten sich 2.500 Teilnehmer. Bei unserer Telefon-Hotline informierten sich rund 150 Anrufer. Das waren konkrete Anfragen für Hotelbuchungen. Und die konnten wir direkt an die Hotels weiterleiten!


Sollten österreichische Hoteliers und Destinationen auf Social Media-Marketing setzen, um Gäste aus CEE zu umwerben? Stephan Weinberger Social Media ist in CEE stark im Kommen. Wobei die Begeisterung der Konsumenten größer ist, als die der Touristiker. Diese Situation ist also ähnlich wie bei uns. Allerdings gibt es Unterschiede bei der Beliebtheit der Social Networks. Plattformen, die bei uns beliebt sind, müssen es nicht dort auch sein. Das US-dominierte Network LinkedIn spielt dort eine Rolle, bei uns dagegen XING. Außerdem existieren teilweise eigene nationale Social Networks.


Wie sind in CEE die durchschnittlichen Klickraten bei Bannern? Höher oder gleich wie bei uns?
Stephan Weinberger: Pauschal lässt sich diese Frage nicht beantworten, da die Klickrate sehr von der Attraktivität
der Banner und der Platzierung abhängt. Banner mit konkreten Angeboten erzielen eine deutlich
höhere Aufmerksamkeit als Banner mit allgemeinen Informationen eines Hotels.

Gibt es bestimmte Banner-Formate, die sich dort besonders bewährt haben?
Stephan Weinberger: Wir haben ausgezeichnete Ergebnisse bei sogenannten Bild-Text-Teasern und Advertorials gemacht. Bei ausgewählten Portalen sind auch klassische Banner wie Rectangle oder Skyscaper erfolgreich.
Bei allen Werbemitteln ist es aber äußerst wichtig Emotionen zu transportieren, die Lust auf Urlaub
vermitteln.

Worauf muss man sonst noch achten?
Astrid Steharnig: Die Übersetzung muss unbedingt von einem „Native-Speaker“ gemacht werden, damit in der jeweiligen Landessprache die Texte bzw. das Angebot unmissverständlich sind. Wir arbeiten in allen CEE Märkten mit „Native-Speakern“ um die Qualität zu garantieren.

Mit was für einem Budget muss ein Hotelier rechnen? Rechnet es sich für einen Einzelhotelier überhaupt, dort eine Online-Kampagne zu schalten? Jörg Schober: Um erfolgreich zu sein, muss man mit etwa € 2.500 pro Markt rechnen. Wir empfehlen, dass sich das Hotel bei diesem Budget auf einen Markt konzentriert. Mithilfe eines professionellen Auftrittes, den erwähnten Empfehlungen und den richtigen Kooperationspartnern lohnt sich eine Online-Kampagne auf alle Fälle, wie es sich aus unseren Erfahrungen zeigt.


Die drei Osteuropa-Kenner von team4tourism, Vermarktungs-Expertin Astrid Steharnig, Hotel-Operations-Spezialist Jörg Schober und Online-Marketing-Profi Stephan Weinberger, haben gemeinsam über 30 Jahre Tourismuspraxis. Ihre Kunden sind Hotels und Destinationen, für die sie Projekte in Österreich und CEE durchführen - von Vertrieb über Mitarbeitertrainings und Preopening-Management bis hin zum Sales-Check. Je nach Auftrag setzt team4tourism erfahrene Partner in Bulgarien, Ungarn, Russland, Tschechien, Slowakei, Polen und Rumänien ein.

Veröffentlicht in Destinationen, HotelsKommentare deaktiviert

Major tourism challenge by volcano eruption – how do city destinations cope online?

eruption
 

Okay, ladies and gentlemen, it has been quite a while since the last time I published an English post on FastenYourSeatbelts.at. Almost two years to be precise. And it has been 200 years since the last eruption of the Eyjafjallajökull volcano in Iceland which has caused some major travel chaos, after thousands of flights were cancelled  because of clouds of the ashes.

So how are European destinations coping. And yes, we are talking about their online-crisis-management here!

And the winner is Berlin

Although Berlin's site definitely does not classify as eye candy, not only do they announce on their start page that flights are cancelled and where to get help if you are stranded in Berlin or cannot get there. No, they even actively offer you to contact their callcenter. Two thumps up for VisitBerlin!

berlin 

How about Barcelona? While the site is very pretty, I cannot find any information at first sight. The same applies to London, Prague, and Vienna where, to make matters worse, the marathon was scheduled for this weekend, making arrival of the international runners very difficult, if not impossible. However, no info on the site.

Photo: Volcanic Eruption Eyjafjallajökullol by fridgeirsson

Veröffentlicht in Destinationen, English Posts3 Kommentare

Wie zufrieden muss ein Gast sein?

Smiley8

Diese Frage fand ich gestern in Twitter. Eine Antwort lautete: Ein Gast muss so zufrieden sein, dass er wiederkommt.

Da bin ich anderer Ansicht. Denn wenn ein Gast nicht wiederkommt, heißt das nicht, dass er nicht zufrieden war. Es gibt genug Gründe, wieso ein Gast NIE wiederkommen wird, egal wie sehr Sie sich anstrengen. Zum Beispiel:

  • Exotik-Faktor: Manche Destinationen sind so exotisch und schwer zu erreichen, dass wir sie kaum ein zweites Mal besuchen werden (in meinem Fall Osterinsel und Galapagos).
  • Erlebnis-Faktor: Manche Destinationen oder Urlaubsangebote stehen ganz im Zeichen einer bestimmten Aktivität, die man einmal erlebt haben möchte und das wars. (Outdoor-Sport, Route 66, Bungee-Jumping, Eselmilchbad, Schokomassage, etc.)
  • Das Leben ist zu kurz: Viele Gäste besuchen eine Destination prinzipiell nur einmal, auch wenn sie leicht zu erreichen ist (z.B. nette Städte und Orte in Europa).
  • Anlassbezogen: Der Gast kam wegen eines bestimmten Anlasses, der sich nicht wiederholen wird (z.B. Kongressbesuch, Familienfeier, Festivität, etc.)
  • Preis: Der Gast könnte sich das Hotel oder die Destination privat gar nicht (ein zweites Mal) leisten.
Twip

Die Liste lässt sich natürlich fortsetzen. Was ich damit demonstrieren möchte: Die Motivation sollte sein:

Machen Sie den Gast so zufrieden, dass er Sie weiterempfiehlt.

Und damit das möglichst wirkungsvoll für Sie ist, sollte das nicht nur offline, sondern auch online geschehen.

Das beste Instrument dafür sind die Social Media Kanäle!

Wird das freiwillig und mit Freude passieren? Nein, denn auf dem Weg zur Online-Hotelbewertung, zum Beitrag in einem der vielen verschiedenen Reiseforen, zur Veröffentlichung von Fotos und Videos online lauern viele Hindernisse.

Deswegen sollten Sie als Destination oder Hotelier alles tun, damit Ihrem Gast bewusst wird, wie wichtig Ihnen seine Bewertung bzw. sein Beitrag über Sie (im Internet) ist!

Was sind Ihre Gedanken dazu? Mich interessiert Ihre Meinung. Schreiben Sie einfach unten drauf los...

Veröffentlicht in Destinationen, Featured, Hotels2 Kommentare

Nur authentische Werbung verkauft im Tourismus

Was Authentizität im Tourismus verloren hat, und was das mit Schokoladewerbung zu tun hat. Darum geht es in diesem Beitrag.

Stellen Sie sich vor: Es ist November. Es ist kalt. Sie haben seit vielen Wochen die Sonne nicht gesehen. Vor dem Fenster ist der Nebel so dicht, dass Sie kaum das nächste Haus sehen. Da kann das Gemüt eine Erhellung gebrauchen, nicht wahr? Und die kommt, in Form einer Kuh, die Sie beim Internetsurfen anblickt. Sie klicken auf die Schaltfläche, um den Ton zu hören. Und tatsächlich, die Kuh entführt Sie auf eine sommerliche Almweide. Die Vögel zwitschern, die Bienen summen, das Leben ist schön!

Sie fühlen das Gras unter den Füßen. Sie riechen förmlich die Natur. Und was mich betrifft, ich plane gedanklich schon den nächsten Urlaub in den Bergen. Es leben hoch die alpenländischen Destinationen!

Moo
Wer das möglich macht? Ein Tourismusverband? Seine findige Tourismusmarketingagentur? Ein großer Tourismusvordenker? Nein, ein sehr bekannter Schokoladenhersteller. Leider!

Moo2
Leider, weil diese simple Idee eigentlich einer der vorher genannten hätte haben sollen. Wie kann man die Schönheit der Alpen online besser verkaufen als mit einem kurzen Videoclip? Wieso gibt es so etwas nicht auf den Webseiten der westlichen Bundesländer ? Oder auf den vielen Wander-Webseiten? Hier hätte gleich ein nettes Package gepasst. Ich hätte sofort mein Geldbörsel geöffnet.

Wenn Sie weiterklicken, spendiert Ihnen der Schokoladehersteller noch mehr "Alpenmomente". Und hier hört sich dann der authentische Spaß auf! Hier sind wir mitten in der werblich-inszenierten Tourismusidylle zum Schlechtwerden, die wir doch alle so satt haben!

Wenn Sie das Video mit den Kindern vor der Almhütte ansehen, wissen Sie was ich meine.

Moo3
Zuerst sitzen die Kinder artig in ihrer schönsten Alpentracht (!) vor der blitzsauberen Hütte. Kein einziges Grashalm tanzt aus der Rolle. Der Hintergrund wirkt surreal. Vielleicht liegt es an der Beleuchtung. Jedenfalls wirkt es nicht echt. Es lässt Böses erahnen. Dieser Verdacht erhärtet sich.

Denn die Kinder sitzen nicht lange untätig da. Die Mädchen springen wie auf Kommando vom Zaun, fassen sich wort- und blicklos an den Händen und beginnen sich im Kreis zu drehen. Zur plötzlich ertönenden Musik. Alpenkitsch, inszeniertes Alpenklischee. Auf die anderen Clips hatte ich dann keine Lust mehr. Mein virtueller Alpenurlaub war hier zu Ende. Mein virtuell gezücktes Geldbörsel schnappte zu. Der November war wieder kalt und sehr grau.


Woran mich das erinnert? Das erinnert mich an klassische Tourismuswerbung. Leider! Diese Idee reift entweder schon in manchen Marketingabteilungen oder wurde in der Vergangenheit umgesetzt. Ob das verkauft? Nein, ich glaube nicht. Und war es nicht viel einfacher die Kuh abzufilmen? Ich denke schon. Und wirksamer auch!

Wie können Sie als TouristikerIn von dieser Idee profitieren? Überlegen Sie, wie Ihre Urlaubsidylle, Ihr Ausflugsziel, Ihr Betrieb authentisch für das Internet  in Szene gesetzt werden kann - statt ein Klischee zu inszenieren.

Es muss nicht immer Video sein, das Ganze kann auch durch ein Foto, eine Fotoserie oder einen Blogbeitrag vermittelt werden. Und wenn Ihnen das gelingt, können Sie sicher sein, dass sich Ihr guter Content in den Online-Networks verbreiten wird. 

Kennen Sie Tourismus-Webseiten, die ihre Vorzüge gut online in Szene setzen? Dann lassen Sie es uns hier wissen.

Lesen Sie auch:

Abonnieren Sie meine Blog-Beiträge per Mail oder per RSS-Feed. Bestellen Sie meinen Gratis-Report mit Newsletter.

Mehr über mich>

Veröffentlicht in Destinationen, Tourismus allgemein7 Kommentare

Authentisch werben im Tourismus – Air New Zealands UK-Kampagne Personality Allowed zeigt wie

Newsletter von Airlines lösche ich normalerweise. Den von Air New Zealand sowieso, allein schon, weil ich nicht weiß, wie ich auf die Liste gekommen bin. Die aktuelle Ausgabe jedoch habe ich eine Sekunde später aus dem Müll zurückgeholt.

Denn der Slogan Personality Allowed weckte dann doch meine Neugier. Es hat sich gelohnt. Lesen Sie selbst:

We've just launched our new Personality Allowed ad campaign in the UK featuring 11 members of our cabin crew, showing the attitude, energy and personality that makes Air New Zealand different. Have a look at the campaign footage, and say hi to the stars of the campaign if you see them on your next flight.

Personalityallowed

Unter dem Link sehen Sie professionell gemachte Videos von der Produktion der neuen UK-Kampagne. Sie sehen die 11 Mitarbeiter und bekommen auch ihre Tipps für die Destinationen Los Angeles und Neuseeland. Laut Air New Zealand stellt diese Kampagne die "can do"-Attitude der "Kiwis" unter Beweis.

Dabei handelt es sich nicht nur um eine YouTube-Kampagne. Die Clips sind Hauptbestandteil der UK-Seite.

Kiwi

Zuerst habe ich an Virgin Airlines 2007 gedacht, wo der CEO seine neue Flotte auf YouTube vorstellte. Aber hier geht es natürlich um die Mitarbeiter, die an der Front stehen. Das macht den Ansatz besonders sympathisch. Und natürlich wurde bei den "Kiwis" die Kampagne in den Mittelpunkt ihrer Kommunikation gestellt.

Auch die neue Kommunikationskampagne von Marriott stellt Authentizität in den Mittelpunkt. Unter dem Motto "The Driven" stellt die Kette vier ihrer Gäste vor. Oder besser gesagt, sie stellen die Vorzüge von Marriott dar! Offiziell wurden diese per Twitter für die Kampagne gewonnen. Mehr Infos bei Hotelmarketing.

Fahre ich jetzt deswegen nach Neuseeland? Nein, aber auf den nächsten Newsletter bin ich schon gespannt.

Lesen Sie auch:

Abonnieren Sie meine Blog-Beiträge per Mail oder per RSS-Feed

Bestellen Sie meinen  Gratis-Report mit Newsletter

Mehr über mich>

Veröffentlicht in Destinationen, Tourismus allgemeinKommentare deaktiviert

Blogs ziehen im Destinationsmarketing & andere News

Casestudy_bestjob




Queensland hat den Best Job of the World. Sie haben sicher davon gehört: Mit 80.000 Euro für ein halbes Jahr Bloggen, ist Island Caretaker Ben Southall der best bezahlte Blogger der Welt.

Österreich hat Axel wandert durch Österreich. Wandersmann Axel N. Halbhuber bekommt vermutlich nur einen Bruchteil davon, verrät aber so ziemlich alle intimen Details aus seinem Leben.

Ansonsten gibt es drei Relaunches aus der Alpenrepublik zu berichten: Österreich Werbung (hier wurde versucht, innovativ mit Web 2.0 umzugehen, was gelungen ist!), Wien-Tourismus (sehr nette Oberfläche, verbessere Navigation, leider keine technischen Überraschungen oder Innovationen, was wiederum keine Überraschung ist!) und Niederösterreich Werbung (Navigation zu reduziert, musste lange überlegen, wo sich z.B. Wandern-Infos verstecken, aber immerhin mit interaktivem Tourenplaner).

Veröffentlicht in Destinationen2 Kommentare

Sternstunden des Destinationsmarketing – das Bratapfelset

Es gibt sie doch, die lichten Momente im Destinationsmarketing. Bei Wochenendeinkauf im Supermarkt entdeckte ich das Bratapfelset aus der Steiermark.

Apfelset  

Es enthält Äpfel, ein kleines Glas Original Bratapfelkonfitüre aus steirischen Äpfeln vom Wiener Edelmarmeladen-Hersteller Stauds und auf der Rückseite zwei "Spezialrezepturen" aus Anger (Bratapfel mit Mandarinen-Mohnfülle und mit Kokos-Marzipanfülle).

Anger ist ein Ort an der steirischen Apfelstraße (auch ein sehr gutes Tourismusmarketing-Konzept, selbst wenn die Website erschreckend selbstgemacht rüberkommt). Obwohl meine Vorfahren aus der Steiermark sind, und ich oft dort in der Gegend bin, war mir dieser Ort bisher kein Begriff.

Das hat sich sich nun wohl für immer geändert. Auf der Innenseite der Packung wird mit - etwas redundanten - Text die Initiative Bratapfelzauber der Region beworben. Hört sich ganz gut an: "Am Samstag, 29. November beginnt der Bratapfelzauber mit einem Kunsthandwerksmarkt, mit Apfelpunsch, Weisenbläsern und 1000 Bratäpfel am Angerer Hauptplatz. Bis 8. Dezember sind die Bratäpfel bei den Wirten erhältlich." In sechs Restaurants der Region werden spezielle Bratapfel-Menüs angeboten, dazu Apfel-Glühmost, Säfte und frischer Most. Stimmige und leicht einprägsame URL www.bratapfelzauber.at

Bratapfelangern  

Aus meiner Zeit beim Wiener Tourismusverband erinnere ich mich an viele gelungene Wirtschaftskooperationen in den verschiedenen Märkten. Die Grundlage sind eine sehr gute Idee, ein gutes Produkt, Durchsetzungsvermögen für die Verhandlungen und ein langer Atem, um das Ganze dann auch marketingtechnisch möglichst perfekt umzusetzen. Wenn Sie die Seiten Bratapfelzauber und Steirische Apfelstraße vergleichen, verstehen Sie was ich damit meine.

Das Bratapfelset ist eine Kooperation des Vereins Wirtschaftsregion Anger, Tourismusverband und TV ApfelLand Stubenbergsee. Ich halte das Ganze für gelungen und wage zu behaupten, dass es eine Win-Win-Win-Situation ist: für die Region, für die Supermarktkette, für Stauds und wohl auch für die Konsumenten.

Nein, ich habe die Rezepte noch nicht ausprobiert, denn eigentlich stand eine französische Apfeltarte á la Karin auf dem Programm. Im Rezept waren Golden Delicious vorgesehen. Kleiner Tipp: Steirische Elstar-Äpfel sind ein vorzüglicher Ersatz!

Update von Josef Hirt von Apfelland Stubensee Tourismus: Der "Bratapfelzauber" ist übrigens die dritte Marketing-Kooperation, die wir durch unser Leitprodukt "Apfel" geschafft haben - bei SPAR können Sie derzeit die Qualitätsäpfel "Genussregion Oststeirisches Apfelland" kaufen und bei Merkur, Magnet und vielen anderen Lebensmittelketten finden Sie "Höllingers Steirischer Apfel", den 1 Liter Apfelsaft mit einer Packungsseite "ApfelLand".

Veröffentlicht in Destinationen1 Kommentar

Ich liebe Spanien – aber nicht www.ichliebespanien.de

Aus Presse und den Blogs der spanischen Kollegen weiß ich, dass es in der spanischen Tourismusbranche kriselt. Das liegt nicht nur an der allgemeinen Wirtschaftskrise, sondern auch an der Innovations- und Investitionsfaulheit in einst beliebten Gegenden.
Daher fiel mir bei meiner Paris-Recherche vor einigen Wochen auf dem Cityguide von Max auch dieser Banner sofort ins Auge.

Ichliebespanien

Der Text des Banners lautet:

www.ichliebespanien.de
versprüht wilde Lebensfreude
und schickt Sie nach Madrid!


Bravo, eine super URL und eine gute Idee, um der Krise ein Schnippchen zu schlagen. Und als Motivation zum Weiterklicken ein Gewinnspiel. Passt.

Was danach kommt ist leider eine Katastrophe und Musterbeispiel, was alles schief laufen kann. Schauen Sie sich das am besten auch selbst an: www.ichliebespanien.de

Webspanien
 Meine Kritikpunkte:

  • in der Navigation ist die gelbe Schrift auf dem fast identisch gelbem Hintergrund kaum zu lesen
  • um am Gewinnspiel teilzunehmen, muss man erst seine Daten angeben
  • die touristischen Geheimtipps sind grafisch und inhaltlich an Langweile nicht zu überbieten, die graue Schrift erschwert das Lesen der abgedroschenen Phrasen zusätzlich
  • unter Downloads wurden fade Hintergrundbilder versteckt, gähn

Fazit: eine einzige Enttäuschung von www.spain.info. Schade um das Geld! Aber ich will nicht unfair sein...

Meine Verbesserungstipps:

  • Usability beachten: Farben sollten danach gewählt werden, ob sie im Web leserlich sind
  • Online funktioniert vieles nicht, was im Druck prächtig wirkt: daher in längeren Texten Absätze setzen, fette Schrift einsetzen, Listen nutzen
  • Hintergrundbilder sind nett, echter Nutzen wäre netter: z.B. einige Rezepte der beworbenen Tapas-Bar zum Herunterladen und nützliche Links zu anderen Ressourcen

Bei der inhaltlichen Gestaltung der Seite sollte man sich immer wieder von URL und der Claim "wilde Lebensfreude" inspirieren lassen, dann kann eigentlich nichts schief gehen!

Veröffentlicht in Destinationen1 Kommentar

EyeforTravel-Konferenz in Munich: Sales & Marketing in Travel Europe Summit 2008

It has almost been a week since the Social Media & Online Marketing Strategies Conference by EyeforTravel in Munich. And I still have not written about it. I am very sorry. Truth be told, I took so many notes and was so inspired that I do not know where to start.

So here is my offer to you: I will post the highlights of the opening session. Just as kick off. So here we go:

Evaluate which Web 2.0 initiatives will dramatically impact your business

Blaise Fiedler, Head of e-Business Consulting, Amadeus

Social media creates new search channels & engines, but you still have to control the hype.
only 1% of review writing customers will become a review guru, this one will become the driving force of your network, try to treat them well, find the champions, they are your future.

Analyse your web capabilities: your core competence is your own website, if you „do Facebook“ you are investing in Facebook. Whatever you do, it should give you insight into your customers. The goal is to get more response, meaning market intelligence, by putting something Web 2.0-ish on your own site.

So get social media right, but focus on your website. Track, analyse, improve. You have to track whats going on in Social media, if not, don't engage at all.  The motto should be „from members to insight“

Sarah Newman, Regional VP, Commercial Director, Royal Caribbean Cruises International

You can still do the brochure, but life has moved on. With an increasingly rough economic environment customers need to be confident of value/ of having a good time.

What to make sure their dream perfect holiday is delivered? Information from corporation and communications department is not enough, they want details, insight form people who know about it, not from people with self interest.

They want opinions from people similar to them.
Sources of information & inspiration in the cruise business:
47 % internet, 44 % brochure, 29 % personal recommendation – increasingly important
5 years ago, the brochure was the most important

This is about:

  • how do you handle negative feedback
  • how do you recover from mistakes
  • how do you get people back and strengthen retrieve rate?

You want advocates who give positive messages, stories. We want word of mouth that is going to make the difference, and help the cruise industry to grow.

Sandra Leonhard, Director Web Strategy & Business Development, TUI Travel plc

Why we use web 2.0: bringing holiday experience alive. We use the power of social media where users are editors & writers to build lasting relationships across all stages of customer journey - from inspiration to sharing experiences afterwards.

There is no point in investing because it is a trend, if it is not how we want to communicate and engage with customers we are not the center of attention, they have their own social networks and we want to be in it.

Social media enables us to develop. Before we engaged with Social media we invested a lot on customer communication. So this was an evolution. However, our PR department has its own Social media team. We believe that your entire community does need to change.

Also read Vicky Brock's post at her blog.

Pa151226

Veröffentlicht in Destinationen2 Kommentare

Tourismus, Betriebsansiedlung & Design-Kampagnen – Interview mit Alexander Kölpin von Berlin Partner

Alex Die Initiative BerlinWebWeek unterstützt die Koordination und Kommunikation aller von 9. bis 24. Oktober im Rahmen der Web 2.0 Expo in Berlin stattfindenden Web 2.0-Events. Kooperationspartner ist die Berlin Partner GmbH, als Agentur für Wirtschaftsförderung mit Ansiedlungs- und Außenwirtschaftsunterstützung sowie Hauptstadt-Marketing. Ich habe Alexander Kölpin von Berlin Partner interviewt.

Gibt es Wechselwirkungen zwischen organisierter Betriebsansiedlung und dem Tourismus?

Beide Seiten, die Unternehmensansieldung und der Tourismus profitieren eindeutig voneinander. Neue Unternehmen führen zu mehr privaten und geschäftlichen Reisen wie auch Menschen, die als Besucher in die Stadt kommen, oft selbst mit Geschäftsplänen zurückkehren oder ihren Bekannten davon erzählen und so den guten Ruf Berlins weitertragen. Gerade Unternehmen aus den kreativen Bereichen, wie z.B. aus dem Webbereich tragen sehr zur Imagebildung von Locations bei und damit zu mehr Tourismus, siehe Silicon Valley und San Francisco.

Ist die Entscheidung zur Partnerschaft im Rahmen des BerlinWebWeek schnell gefallen? Welche Gründe haben Sie überzeugt und welche Leistungen stellen Sie zur Verfügung?

Berlin Partner ist bereits seit vielen Jahren dabei, neue Web-Firmen nach Berlin zu holen. Sobald der Vorschlag auf dem Tisch war, ist die Entscheidung gefallen. Vor allem wollten wir Berlin-Besuchern ein Tool in die Hand geben, dass ihnen die Möglichkeit gibt, die voneinander unabhängig organisierten Events zu erfahren, die in ihrer Summe mehr sind als das einzelne: nämlich ein guter Grund Berlin zu besuchen und die lebendige Webszene selbst zu erleben. Wir werden auf vielen Events der BerlinWebWeek selbst anwesend sein und für Berlin werben und unterstützen diese zum Teil sogar.

Profitiert das Berlins Image als aufregende, dynamische, junge und doch traditionsreiche Metropole von der Internetszene?

Berlin profitiert sehr. Die Internetszene ist eine der am besten vernetzten Branchen in der Kreativwirtschaft. Gute Erfahrungen hier sprechen sich schnell rum, in andere Städte, in ganz Europa und auch bis ins Silicon Valley. Große Unternehmen suchen Talent im IT und Webbereich und siedeln sich hier in Berlin an.

Wien versucht sich bereits seit einigen Jahren - mit  ersten Achtungserfolgen in der internationalen Presse - als moderne, dynamische Destination zu vermarkten. Die jüngste Initiative des Wiener Tourismusverbandes ist: Wien - Wein & Design. Diese spezielle Ausrichtung ist glaubwürdiger, als im Design allgemein mit Amsterdam, Antwerpen, Barcelona und Berlin konkurrieren zu wollen. Was  halten Sie von dem Trend, sich das Design-Label umzuhängen, um auch in  Zukunft eine konkurrenzfähige Destination zu bleiben?

Ich habe einige sehr kreative Wiener Designer bei der DMY Messe in diesem Jahr in Berlin getroffen, also Potential ist sicher da. Ich denke, Städte mit einer tatsächlich vorhandenen kreativen Szene werden damit gute Erfahrungen machen. Ich halte es für eine gute Idee, wenn es gelingt, das Besondere der jeweiligen Location glaubwürdig bekanntzumachen. Das wäre bei Berlin z.B. der kreative Geist, in einer Stadt, die noch an vielen Stellen unfertig ist und deshalb kreatives Potential bietet. Es gibt hier eine kritische Masse an Leuten, die experimentieren wollen und können.

Das Interview wurde per E-Mail geführt. Mehr über das Thema Betriebsansiedlung und Internet gibt es in diesem Video mit Alexander Kölpin.

Mehr Links:

Web 2.0 Expo Berlin (35% Ermäßigung bei der Anmeldung, Infos)
Barcamp Berlin 3
VisitBerlin.de
Pension Schall & Rauch - mein Berlin-Geheimtipp!

Veröffentlicht in DestinationenKommentare deaktiviert

passion PR Vienna

Willkommen, erfahren Sie auf www.passionpr.at mehr über mich, meine Referenzen, Social Media-Leistungen für Sie, und was Sie überhaupt vom Einsatz von Social Media im Tourismus haben.

passionPRlounge auf Facebook

Twitter

Archiv