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Twitter oder was Ihr Essen mit Tourismusmarketing zu tun hat

tisch gedeck
 

Die Worte Mittagessen und Twitter dürften ein Begriffspaar sein, das als Argument gegen die Sinnhaftigkeit der Kommunikation mittels Tweets dient. Denn folgende Aussagen habe ich innerhalb weniger Tage gehört:

  1. "Wen interessiert, was ich zu Mittag esse?"
  2. "Ich will nicht wissen, was andere Leute zu Mittag essen!"

Ich war die längst Zeit Twitter-skeptisch. Erst seit ich Twitter selber aktiv nutze, beobachte ich, wie Hoteliers, Tourismusmarketer und Kollegen es einsetzen. Keine Frage, ich gewinne diesem Social Media-Kanal viele positive Seiten ab.

Und dabei geht es uns Tourismus-Marketingmenschen natürlich nicht, um die Möglichkeit, Persönliches von US-Promis zu erfahren oder News live zu verfolgen (was ich seit dem Erdbeben in Chile allerdings sehr hilfreich finde).

 

Beim Social Media-Marketing via Twitter geht darum, Botschaften mit den richtigen Themen zu verbinden.

Das ist die Herausforderung.Twittermittagessen

Zugegeben, wenn eine Tourismusmarketing-Managerin mittels Twitter verkündet, dass Sie jetzt zu Mittag geht, so ist die Marketing-Wirkung gering. Doch was ist, wenn es sich um die Marketing-Managerin von, sagen wir mal, Schloss Schönbrunn handelt, die per Twitter außerdem mitteilt, dass sie das Leibgericht von Kaiserin Sisi (die Gute aß ja nichts, außer Lavendelpastillen) Kaiser Franz Josef bestellen wird?

Dann sieht das Ganze doch schon ganz anders aus? Oder? In diesem Zusammenhang wird die sehr persönliche Twitter-Meldung zu einer Marketing-Information.

Mich interessiert Ihre Meinung. Können Sie sich vorstellen, dass Twitter für Ihren Betrieb oder Ihre Destination Sinn macht? Einfach unten Kommentar schreiben, mailen oder in der Facebook passionPRlounge kommentieren.

UPDATE: Schauen Sie sich auch mein Video an:

Ist Twitter im Tourismus sinnvoll? – 1. Video von passionprTV

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4 Responses to “Twitter oder was Ihr Essen mit Tourismusmarketing zu tun hat”

  1. groana sagt:

    Twitter mag allgemein zwar ein sehr nützliches Tool sein, um News und (in vielen Branchen) auch Marketingnachrichten schnell und effizent zu verbreiten. Auch im Tourismus ist es für große Konzerne (z.B. TUI) sicherlich recht praktisch. Da die österreichische Hotellerie aber zu einem guten Teil aus KMUs besteht, ist meiner Meinung nach ein professioneller Einsatz von Twitter kaum möglich. Zeitmangel einerseits und vor allem kaum wirklich interessante Themen sind die Hauptprobleme. Wenn ich mir die Tweets der (durchwegs 200- und mehr Bettenhotels) ansehe, denen ich folge, bezweifle ich sehr stark, ob es letztendlich irgendeinen Nutzen für das Hotel hat, den ich über Newsletter, Blog oder Facebook nicht auch erreichen könnte.

    Ein Beispiel aus dem letzten Sommer: „Oje, es zieht ein Gewitter auf … Wir müssen schnell die Terrasse abdecken.“ Eine halbe Stunde später: „Puh, nur starker Regen und kein Hagel, das ist ja noch mal gut gegangen. Lg Ihre Familie XXX“
    Interessiert so etwas einen Gast, der 1000 km entfernt in Hamburg wohnt ? Meiner Meinung nach ist weniger mehr: regelmäßige Blog- und Facebookeinträge und 4 jährlich ein Newsletter sind ausreichend, damit mich der Gast nicht vergisst und mit mir in Kontakt bleiben kann. Ich bin mir sicher, dass Gäste, die mit mehr oder weniger interessanten Tweets „zugespamt“ werden, sich irgendwann abmelden und das Interesse der Gäste am Hotel verloren geht. Oft sind es ja auch nicht die Gäste eines Betriebes die Follower sind (gilt auch für Facebook), sondern interessierte Mitbewerber, eigene Mitarbeiter und Internet – Marketingberater … oder habe ich da so Unrecht ;-)

  2. Hallo “Groana” (wobei mir Ihr richtiger Name besser gefällt ;-) ,

    erstmal vielen Dank für Ihren Beitrag. Mit Ihren vielen Kontra-Kommentaren zwingen Sie mich – die Twitter-Agnostikerin – regelrecht, positiv Stellung zu beziehen. Welch Ironie!

    Ich teile in den meisten Punkten Ihre Meinung nicht:

    @ kleine Hotels haben nichts Interessantes für Twitter zu berichten

    Dann haben Sie die Möglichkeiten von Twitter (noch) nicht erkannt. Erstens, bietet Twitter gerade für kleinere bzw. familienbetriebene Hotels mehr Potenzial. Zweitens, wer sagt denn, dass Hotels ausschließlich News aus ihrem Haus twittern dürfen? Aus meiner Arbeit mit Hotels in Deutschland und Österreich weiß ich, dass es in jedem Hotel jemanden oder etwas gibt, was richtig spannend oder nützlich sein kann. Mir fällt da verdammt viel ein!

    @ was kann Twitter für einen Nutzen haben, den ich über Newsletter, Blog oder Facebook nicht auch erreichen könnte

    Erstens, unterschätzen Sie nicht die Retweet-Möglichkeit! Zweitens, überlegen Sie mal, wie aufwändig im Vergleich ein Blogbeitrag oder ein Newsletter ist.

    Klar, die Meldung über das drohende Gewitter, wird wohl kaum retweetet werden. Aber Sie können sich auf Twitter auch ganz anders positionieren! Ich denke, wie wichtig oder nützlich Twitter für Sie sein kann, hängt von Ihrer Positionierung ab.

    @ regelmäßige Blog- und Facebookeinträge und Newsletter sind ausreichend, damit mich der Gast nicht vergisst und mit mir in Kontakt bleiben kann
    :-) Wie viele Hotels beherzigen denn das?

    @ Oft sind nicht die Gäste die Follower bzw. Fans, sondern Mitbewerber, Mitarbeiter und Internet– Marketingberater

    Glauben Sie, dass das nur auf die Kommunikation mittels Social Media zutrifft? Was wäre ich froh, wenn alle meine Blogleser, Newsletter-Leser, Twitter-Follower und Facebook-Fans meine Kunden wären.

    Wie schon Henry Ford sagte, 50 % der Werbung ist umsonst. Die Frage ist, welche 50 %?

    Nochmals danke für Ihren Kommentar,
    Karin

  3. groana sagt:

    Guten Morgen Frau Schmollgruber!

    Vielleicht haben Sie ja Recht und ich habe die Möglichkeiten von Twitter wirklich noch nicht erkannt – aber hoffentlich kommt´s noch :-)

    Es ist keine Frage, dass Twitter großartige Marketingmöglichkeiten mit sich bringt.
    Man darf nur nicht vergessen, dass sich der Großteil der Gäste kaum damit beschäftigt. Es wird zwar immer berichtet, dass Twitter, Facebook & Co. nicht nur Anwendungen von jungen Leuten sind. Da ich mich selbst relativ viel mit Web 2.0 beschäftige, suche ich auch oft das Gespräch mit unseren Gästen über dieses Thema. Fast alle kennen Twitter entweder gar nicht oder haben nur am Rande davon gehört und würden es sicher nicht benutzen. Und das obwohl wir einen sehr hohen Anteil an skandinavischen Gästen haben – die “Nordländer” sind ja meines Wissens nach für einen regen Umgang mit dem Internet bekannt.

    Für mich persönlich ist nach wie vor der Newsletter das mit großem Abstand wichtigste e-Marketinginstrument. Beste Rückmeldungen und doch auch recht viele Buchungen. Aber ich gebe Ihnen schon Recht, um Erfolg zu haben muss man es konsequent betreiben.

    Jaja, Henry Ford hat wohl recht :-)

    Nur damit Sie mich nicht falsch verstehen: Mein Kommentar sollte keine Kritik an Ihrem Beitrag sein, ich wollte das Ganze nur aus der Sicht eines Hoteliers schildern. Ich freue mich jedesmal, einen neuen Eintrag von Ihnen zu lesen.

    lg aus dem verschneiten Salzburger Land

  4. Hallo Groana,

    ja, da sind wir uns einig: E-Newsletter finde ich auch absolut fantastisch! Und Sie werden lachen: Denn mehrere meiner Kunden sind überzeugt, es gehe ohne Newsletter, Blog und Facebook seien genug. Da kann ich mir den Mund fusselig reden…

    Sie haben natürlich auch absolut Recht, dass Twitter bei uns nicht so verbreitet ist, wie etwa Facebook. Insofern, denke ich auch, dass Twitter für ein Hotel nur wirklich gut funktioniert, wenn dahinter eine gute Strategie steckt.

    Ihre Kommentare habe ich keineswegs als Kritik empfunden. Im Gegenteil, es ist eine Wohltat von Ihnen zu hören und zum Nachdenken angeregt zu werden.

    Vielen Dank dafür
    Karin

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