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Lohnt sich Facebook im Tourismus – aktuelles Interview mit mir

Interviews mit interessanten Fragen machen Spaß. Hier sind meine Antworten auf einige Fragen rund um den Einsatz von Facebook im Tourismus. Der Beitrag soll im nächsten Faktum erscheinen.

Alle reden von Facebook - in welchem Ausmaß nutzt die heimische Touristik das Tool? Ausreichend oder noch zu wenig? 

Die Frage würde ich anders formulieren: Es sind schon viele österreichische Destinationen und Hotels auf Facebook vertreten. Die Frage ist nicht, ob ausreichend genug, sondern ob sich der Einsatz für die, die bereits auf Facebook sind, lohnt. Das muss allerdings jeder bereits aktive Betrieb für sich klären.

Was kann sich ein Tourismusbetrieb vom Engagement bei Facebook erwarten, was bringt es konkret?

Die Argumente für den Einsatz von Facebook im Tourismus können sein: mehr Traffic sein, mehr Aufmerksamkeit, der Gewinn an Know-how, ein frischeres Image oder der Wunsch nach einem weiteren Kommunikationskanal mit Gästen und potenziellen Besuchern. Der Erfolg wird nicht einzig von der Menge der Fans abhängen, sondern davon, was sich der Seiten-Betreiber davon erhofft.

Der entscheidende Vorteil für einen Betrieb gegenüber anderen Kommunikationskanälen ist der potenzielle Schneeballeffekt: Jeder Facebook-Fan kann eine Welle an Aufmerksamkeit lostreten. Wird beispielsweise ein Bild, das der Seitenbetreiber auf Facebook veröffentlicht, von nur einem Fan kommentiert, sehen das auch alle seine Freunde. Allerdings nur, wenn diese sich zeitnah einloggen.

Das ist eben der Knackpunkt: Sie können nur begrenzt beeinflussen, ob Ihre Meldung tatsächlich Aufmerksamkeit finden wird. Denn wenn die Fans nur selten auf Facebook aktiv sind, sich also selten einloggen oder nicht kommentieren bzw. nicht reagieren - gehen die Aktionen der Seitenbetreiber unter.

Wie muss man dort agieren, damit es relevante Erfolge bringt?

Die Größe der aktiven Fangemeinde ist ein genauso wichtiger Faktor wie regelmäßige Updates in Form von Meldungen und ansprechendem Content. Das Unternehmen hinter der Seite muss daher ganz genau beantworten können, was die Mitgliedschaft bei seiner Facebook-Seite dem Fan bringt. Was ist sein Vorteil? Was kann er erwarten? Geht es um Rabatte und Aktionen? Was ist der Unterschied zum vorhandenen Newsletter bzw. Twitter-Account?

Im Mittelpunkt steht immer: „Wie können Sie Facebook zur interaktiven Vermittlung Ihres USPs einsetzen? Oder: Mit welchem Content kann ich auf Facebook erzählen, wieso Gäste zu mir kommen sollten?“

Ich selbst habe ziemlich lange mit der Umsetzung meiner Seite gewartet, weil ich selbst keine Antworten darauf hatte. Jetzt geht es bei meiner ganz neuen passion PR-Seite um die praktischen Web 2.0-Fragen meiner Facebook-Fans, meiner Newsletter-Abonennten und meiner Blog-Leser. Jeder kann mir seine Frage zur Umsetzung von Web 2.0 im Tourismus schicken, die ich dann auf der öffentlichen Facebook-Seite beantworte, statt per E-Mail oder im Blog.

Lohnt sich ein Engagement tatsächlich? Die Webtrends sind bekanntlich kurzlebig. Das ist eine gute Frage. Welcher Trend sich durchsetzt und etabliert, können wir ja im Vorhinein nicht mit hundertprozentiger Sicherheit wissen. Egal ob es sich um Web-Trends handelt oder um andere.

Die Frage ist eher unabhängig von der Frage nach dem Trend zu beantworten. Ob sich ein Engagement lohnt, hängt davon ab, was das Unternehmen damit erreichen will. Gerade Betrieben, die wenig Zeit und Manpower haben, würde ich raten, sich schon vorher zu überlegen, was sie mit ihrem Einsatz auf Facebook erreichen möchten.

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Dieser Beitrag wurde geschrieben von:

Karin hat 342 Artikel auf Tourismus & Web 2 Social Media | FastenYourSeatbelts.at | Karin Schmollgruber geschrieben.

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