Wie gehen innovative Hoteliers mit dem Social Web um? Eine Antwort darauf liefert das legendäre Hotel "Weisses Rössl" am schönen Wolfgangsee. Touristiker aus Österreich ist dieses Hotel wohlbekannt. Und zwar nicht nur von der Operette. Das "Weisse Rössl" setzte u.a. als erstes Hotel Österreichs gegen alle Unkenrufe einen beheizten Pool in ihr Hotelufer am Wolfgangsee.
Diesen und auch den See-Whirlpool durfte ich im Jänner diesen Jahres endlich auch mit eigenen Augen sehen (ein Eintauchen hielt ich als damals Hochschwangere nicht für angebracht), als ich den Inhouse Web 2.0-Workshop für ÖHV-Mitglieder für die Eigentümer-Familie und ihr Team hielt.
Seit August 2009 ist der Relaunch online (umgesetzt von ncm). Die neue Website bietet den Gästen Links auf Blog, Twitter, YouTube sowie RSS-Feed.
Hotel 1.0
Hotel 2.0
Rösslwirt Oliver Trutmann-Peter hat spontan per Twitter einem E-Mail-Interview zugesagt.
Wieso haben Sie sich entschieden, Social Media-Maßnahmen und Blog zusätzlich zu Ihrer klassischen Hotel-Webseite umzusetzen?
Wir verlieren in zunehmenden Maße die Kommunikationshoheit über unseren Betrieb. Hat Mundpropaganda im Familien- und Freundeskreis schon immer eine Rolle gespielt, so wird diese durch das Web 2.0 in ungeahnter Weise multipliziert.
Außerdem: Unsere Gäste schenken den Einträgen der Bewertungsplattform mehr Glauben als unseren wohl gedrechselten Werbesprüchen und den Hochglanzbildern der Profifotografen.
Handelt es sich für Sie ums Branding, also um die Weiterführung Ihrer Marke im Netz? Oder welche Ziele verfolgen Sie damit?
Die überwiegende Anzahl der Gäste lebt in und mit dem weltweiten Netz. Umso wichtiger ist uns der perfekte Auftritt, der mit August 2009 neu frei gestaltet wurde und allein in diesem Monat rund 30.000 Besucher hatte. Der Großteil der Anfragen kommt entweder per E-Mail oder per Telefon, unser Internetauftritt spielt dabei in nahezu jedem Falle eine Rolle.
Welche Erfahrungen haben Sie bisher damit gesammelt?
Wir müssen jederzeit wissen was im Netz über uns kommuniziert wird und uns gegebenenfalls, im Sinne des Beschwerdemanagements, offen einbringen.
Ziel ist nicht Selbstdarstellung sondern die Beantwortung von möglichen Fragen der User, deren Spielregeln und Verhaltensweisen maßgeblich sind.
Viele Touristiker wissen nicht, woher sie die Zeit für die laufende Aktualisierung dieser zusätzlichen Web 2.0-Plattformen nehmen sollen? Wie gehen Sie mit dem Zeitproblem um?
Noch sind die Aufgaben hauptsächlich auf meine Frau und mich aufgeteilt, um genau diese Fragen zu klären.
Was würden Sie Ihren Kollegen raten?
Authentisch bleiben, die Qualität der Beiträge dem Betrieb entsprechend.
Nicht der Gier um Follower’s oder Fan’s verfallen.
Ich wünsche Familie Trutmann-Peter und ihrem Team noch alles, alles Gute bei ihren kommenden Meilensteinen.
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Über Karin Schmollgruber /passion PR: Die Pionierin für Online-Kommunikation ist Vortragende, Seminar-Leiterin für den Einsatz von Social Media und (PR-)Beraterin – mit Schwerpunkt Tourismusbranche. Zu ihren Kunden gehören u.a. Österreichische Hoteliervereinigung, APA-OTS Tourismuspresse, Katla Travel und Hotels in D/A/CH. Seit 2006 bloggt die Austro-Chilenin & studierte Juristin auf fastenyourseatbelts.at über Do’s und Don’ts in Social Media und Online-Kommunikation. Für noch mehr handfeste Umsetzungstipps bestellen Sie ihren Newsletter auf passionpr.at/impuls







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Weisses Rössl – unbestriten ein Vorzeigebetrieb – aber ein Schwimmbecken im See hat schon vorher das Hochschober auf der Turrach gebaut
Hallo Herr Posnik,
danke für die Richtigstellung. Dann kann man aber behaupten, dass das Rössl diesen Umstand besser vermarktet hat. Oder?
Liebe Grüße nach Ägypten
Karin