Es gibt sie doch, die lichten Momente im Destinationsmarketing. Bei Wochenendeinkauf im Supermarkt entdeckte ich das Bratapfelset aus der Steiermark.
Es enthält Äpfel, ein kleines Glas Original Bratapfelkonfitüre aus steirischen Äpfeln vom Wiener Edelmarmeladen-Hersteller Stauds und auf der Rückseite zwei "Spezialrezepturen" aus Anger (Bratapfel mit Mandarinen-Mohnfülle und mit Kokos-Marzipanfülle).
Anger ist ein Ort an der steirischen Apfelstraße (auch ein sehr gutes Tourismusmarketing-Konzept, selbst wenn die Website erschreckend selbstgemacht rüberkommt). Obwohl meine Vorfahren aus der Steiermark sind, und ich oft dort in der Gegend bin, war mir dieser Ort bisher kein Begriff.
Das hat sich sich nun wohl für immer geändert. Auf der Innenseite der Packung wird mit – etwas redundanten – Text die Initiative Bratapfelzauber der Region beworben. Hört sich ganz gut an: "Am Samstag, 29. November beginnt der Bratapfelzauber mit einem
Kunsthandwerksmarkt, mit Apfelpunsch, Weisenbläsern und 1000 Bratäpfel
am Angerer Hauptplatz. Bis 8. Dezember sind die Bratäpfel bei den
Wirten erhältlich." In sechs Restaurants der Region werden spezielle Bratapfel-Menüs angeboten, dazu Apfel-Glühmost, Säfte und
frischer Most. Stimmige und leicht einprägsame URL www.bratapfelzauber.at.
Aus meiner Zeit beim Wiener Tourismusverband erinnere ich mich an viele
gelungene Wirtschaftskooperationen in den verschiedenen Märkten. Die
Grundlage sind eine sehr gute Idee, ein gutes Produkt, Durchsetzungsvermögen
für die Verhandlungen und ein langer Atem, um das Ganze dann auch marketingtechnisch möglichst perfekt umzusetzen. Wenn Sie die Seiten Bratapfelzauber und Steirische Apfelstraße vergleichen, verstehen Sie was ich damit meine.
Das Bratapfelset ist eine Kooperation des Vereins Wirtschaftsregion Anger, Tourismusverband und TV ApfelLand Stubenbergsee. Ich halte das Ganze für gelungen und wage zu behaupten, dass es eine Win-Win-Win-Situation ist: für die Region, für die Supermarktkette, für Stauds und wohl auch für die Konsumenten.
Nein, ich habe die Rezepte noch nicht ausprobiert, denn eigentlich stand eine französische Apfeltarte á la Karin auf dem Programm. Im Rezept waren Golden Delicious vorgesehen. Kleiner Tipp: Steirische Elstar-Äpfel sind ein vorzüglicher Ersatz!
Update von Josef Hirt von Apfelland Stubensee Tourismus: Der "Bratapfelzauber" ist übrigens die dritte Marketing-Kooperation, die wir durch unser Leitprodukt "Apfel" geschafft haben – bei SPAR können Sie derzeit die Qualitätsäpfel "Genussregion Oststeirisches Apfelland" kaufen und bei Merkur, Magnet und vielen anderen Lebensmittelketten finden Sie "Höllingers Steirischer Apfel", den 1 Liter Apfelsaft mit einer Packungsseite "ApfelLand".
Über Karin Schmollgruber /passion PR: Die Pionierin für Online-Kommunikation ist Vortragende, Seminar-Leiterin für den Einsatz von Social Media und (PR-)Beraterin – mit Schwerpunkt Tourismusbranche. Zu ihren Kunden gehören u.a. Österreichische Hoteliervereinigung, APA-OTS Tourismuspresse, Katla Travel und Hotels in D/A/CH. Seit 2006 bloggt die Austro-Chilenin & studierte Juristin auf fastenyourseatbelts.at über Do’s und Don’ts in Social Media und Online-Kommunikation. Für noch mehr handfeste Umsetzungstipps bestellen Sie ihren Newsletter auf passionpr.at/impuls







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One Response to “Sternstunden des Destinationsmarketing – das Bratapfelset”
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[...] Ihrem Blog „fastenseatbells.at“ eine gelungene Wirtschafts-Kooperation im Tourismusmarkting am Beispiel steirischer Bratäpfel. Sie listet auch 5 Vorteile für Kooperationen auf – sehr treffend, wie ich [...]