
Für meinen Schönbrunn-Rückblick über österreichische Web 2.0-Tourismusprojekte der letzten 12 Monate interviewte ich eine Reihe von Projektverantwortlichen. Besonders aufschlussreich war das Interview mit Angela Zechmann – Projektmanagerin für E-Marketing & Internet bei Salzburger Land Tourismus – über die Jugend-Plattform www.onebigpark.at. Viel Spaß damit! Übrigens, über Feedback freuen wir uns beide!
Seit wann besteht das Projekt?
Das Projekt wurde 2007 geplant und ging nach ca. 9 Monaten Vorbereitungsphase im Februar 2008 online.
Wie lange wurde an der Umsetzung gearbeitet?
Von Idee bis Launch vergingen ca. 9 bis 12 Monate.
Welche Ziele werden verfolgt?
One Big Park wurde als Jugendoffensive von Salzburger Land Tourismus ins Leben gerufen, um uns international als attraktive Destination für Jugendliche zu positionieren. Die Ziele sind: Bündelung der Angebote von Leistungspartnern und Beherbergungsbetrieben sowie Zusammenführen von jugendrelevanten Angeboten und Events auf einer übergreifenden Ebene. Und das durch den Einsatz von Web 2.0-Anwendungen. Die Inhalte sind jugendliche Kernthemen wie Freesports, Naturerlebnis, Musik und Freundschaft sowie jugendliche Werte wie Freiheit, Spaß und Action.
Wer ist die Zielgruppe?
Ursprünglich die Gruppe der 14 bis 24-Jährigen. Wir tendieren aber nunmehr dazu, diese bis 29 zu „sehen“.
Sollen andere Sprachenversionen eingeführt werden?
Ja, ab 2009 ist Englisch bereits fix geplant.
Wie sind die Erfahrungen generell?
In beide Richtungen gut: Es treten einerseits immer mehr interessierte Betriebe (Sportanbieter, Unterkünfte, die gemeinsam die dahinterstehende Angebotsgruppe bilden) an uns heran, um „mitzumachen“. Andererseits wächst die Community kontinuierlich „organisch“ weiter, was bedeutet, dass auch wir bzw. die gerade erwähnte Angebotsgruppe Zeit hat, entsprechend „mitzulernen“ und unsere Ziele weiter auszubauen, zu modifizieren etc.
Wird die laufende Betreuung im Haus erledigt (mit zusätzlichen Mitarbeitern?) oder von einem externen Anbieter betreut?
Das Projekt ist betriebsintern zwischen den Bereichen Marketing und strategischer Angebotsentwicklung angelegt. Operativ wird es von einer extern beschäftigen Mitarbeiterin gesteuert. Den Online- und E-Marketingbereich betreue ich mit meinem kleinen Team,
was vom Zukauf der Leistungen von Providern über die permanente Überwachung bis hin zur Durchführung von Marketingkampagnen geht.
Wie soll sich das Projekt noch entwickeln?
Diese Submarke zu Salzburger Land ist nun fixer Bestandteil unserer Angebotspalette. Derzeit werden Synergien mit weiteren Jugendangeboten geprüft. Klar ist auch, dass sinnvolle Punkte von hier aus auch auf das allgemeine Webgeschehen unter www.salzburgerland.com übertragbar sind – bei entsprechender Adaption. Wir haben also hier auch gleich eine Spielwiese für so manch andere, noch kommende Entwicklungen.
Ihr Resümee?
Gut, dass wir uns getraut haben. Ich kann es nur allen empfehlen, denn künftig wird es einen Aufbau oder Pflege der Marke ohne diese „Web 2.0 features“ nicht mehr geben und es ist dringend notwendig, sich rechtzeitig damit auseinanderzusetzen um seine Learnings zu verstehen.
Würden Sie etwas anders machen?
Ich würde von Anfang an personell mehr Ressourcen für den Start planen und um die Kinderkrankheiten schneller beseitigen zu können. Grundsätzlich gilt ja: Entweder es läuft von Anfang an oder gar nicht. Wenn User eine Communty für „leblos“ erklären, tut man sich schwer, diese im zweiten oder dritten Anlauf zum Laufen zu bringen. Dafür gibt’s zu viele andere, die gut funktionieren.
Haben Sie ein Web 2.0-Vorbild?
Mehrere – je nach Bereich. Die Szene entwickelt sich gottseidank rasch genug, dass man vorab auch mal Tendenzen verfolgen kann und die wirklich funktionierenden Ideen dann sukzessive einplanen kann.
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Schön, dass Sie wieder hier sind :-) Kennen Sie schon meine Leistungen für Sie?



