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Medienverhalten alt & neu

Bei meinen Vorträgen betone ich immer, dass der Begriff Web 2.0 verschwinden wird. Die Revolution ist, dass aus vormals passiven Konsumenten, Lesern und Zuschauern heute aktive Redakteure, Kritiker, Produzenten, Fotografen und Filmemacher geworden sind. Dadurch verändern sich die Märkte und Konsumgewohnheiten. Was letztendlich Folgen für das Marketing und die Kommunikation haben wird.

Nehmen wir als Beispiel meine heutige Recherche anlässlich der gestrigen Explosion einer Dampfleitung in New York:

  1. Beim Aufwachen hörte ich kurz im Radio davon.
  2. Nach dem ersten Geschäftstreffen schaute ich mir im Büro auf ORF.at Bilder der Nachrichtenagentur an.
  3. Weil ich diese nicht aufschlussreich fand & sie jeglicher Dynamik entbehrten…
  4. recherchierte ich auf der Fotoplattform Flickr nach "New York + aktuellste Bilder".
  5. Bereits das vierte Ergebnis führte mich auf den Bilderstream von Lorcan Otway & stillte mein Informationsbedürfnis.
  6. Auf YouTube fand ich mit Handykameras aufgenommene Videos.

Von Lorcans Bildern – mit dem ich mich über die Flickr-Messagefunktion anschließend kurz austauschte – fand ich dieses besonders interessant.

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With permission of Lorcan Otway – all rights reserved (Otway 2007). Thanks Lorcan!

Was ich hier schildere ist die Kombination aus Nutzung der klassischen Medien (Radio und Online-Portal traditioneller Nachrichtenanbieter) mit den Angeboten – also dem user generated content – der heutigen aktiven und vernetzten Internetnutzer.

TV war nicht dabei? Wozu auch? Fixe Zeiten und Programme passen nicht mehr zu meinem Informationsbedürfnis. Das gilt nicht nur für das Tagesgeschehen, sondern auch wenn ich mich über Tratsch, Öffnungszeiten, Standorte, Förderungsvoraussetzungen, Produktfeatures, Preise usw. informiere.

Was das mit Tourismus zu tun hat? Auf den ersten Blick nicht viel. Doch durch diese neuen Möglichkeiten ändert sich nicht nur das Mediennutzungsverhalten, sondern ebenso die Art der Reisevorbereitung. Welche Konsequenzen wird das für Ihre touristische Dienstleistung haben?

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6 Responses to “Medienverhalten alt & neu”

  1. Martin Bredl sagt:

    Bitte lasst den Begriff Web 2.0 nicht verschwinden. Wir müssen uns doch anirgendetwas orientieren können. Das was du beschreibst ist doch wirklich ein neuer Level des Internets. 2001 mussten wir noch auf die Privatvideos die CNN ausstrahlte warten.

  2. Karin sagt:

    Hallo Martin,

    danke für deinen Kommentar. Der Punkt ist doch: die Medienrevolution existiert, ob mit Web 2.0-Fähnchen oder nicht, ist doch letztendlich irrelevant.

    Karin

  3. Uwe sagt:

    Hallo Karin,
    ich denke Du hast Deine Frage am Ende (Welche Konsequenzen wird das für Ihre touristische Dienstleistung haben?) ja schon öfter in älteren Einträgen selbst beantwortet: neben neuen technologischen Möglichkeiten besteht der wesentliche Unterschied des veränderten Internets (und damit nenne ich es nicht Web 2.0) in der Möglichkeit, Information und Kommunikation unkompliziert mit vielen austauschen zu können. Früher gab es einen Sender und viele Empfänger, heute sind es viele Sender und viele Empfänger. Gemünzt auf das Thema Tourismus wird dies auf Dauer zu mehr Transparenz führen, vielleicht damit auch zu mehr Qualität oder zumindest zu einer faireren Bepreisung von unterschiedlichen Qualitäten.
    Beste Grüße, Uwe

  4. Karin sagt:

    Hallo Uwe,
    das sind allerdings nicht die einzigen Folgen. Die Aktivitäten und das Verhalten des neuen Produzenten-Konsumenten = PROSUMER hat ja auch entscheidende Auswirkungen auf das Marketing und die Kommunikation.

  5. Andreas sagt:

    Hallo Karin,
    auf der einen Seite hast Du recht – vieles findet man heute schneller und aktueller auf YouTube, Flickr usw. Was mich aber, gerade auf dem von Dir verlinkten Video stört, ist das rumgewackel, diese sich bewegende Pixelmasse, die einen zwar im groben erkennen lässt, um was da geht, aber die ganzen Details einfach nicht zu sehen sind. Und gerade die machen es aber nachher aus. Was im Bereich Text und Bild schon gut klappt, wird leider im Bereich Video noch auf sich warten lassen – gute Qualität.

  6. Karin sagt:

    Hi Andreas, ja, das sind die Ansprüche sehr verschieden. Für mich reicht es. Es gab sicher bessere, aber ich habe einfach das erstbeste Beispiel gewählt. Wobei die Länge für mich auch wichtig war. Je kürzer, desto besser. Spart Zeit.

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