Als ich im September meinen ersten Eintrag in diesem Blog schrieb, versprach ich die Aktion Bloggers in Amsterdam zu beleuchten. Nun ist es endlich so weit, am Montag erscheint mein Interview mit Justin Abbott von Blog Ads. Diese New Yorker Agentur hat sich auf Blog-Werbung spezialisiert, und führte die Aktion letztes Jahr mit Holland.com durch.
Zur Aktion:
- 25 Blogger wurden von Blog Ads ausgewählt und erhielten:
- Flugreise mit der KLM nach Amsterdam
- 5 Nächtigungen in einem 5-Sterne-Hotel und die
- Amsterdam Karte
Im Gegenzug mussten die ausgewählten Blogger einen Amsterdam-Banner für mindestens 12 Monate in ihrem Blog veröffentlichen und sich über ihre Eindrücke interviewen lassen. Bloggen über ihren Aufenthalt war dagegen keine Bedingung. Alle Interviews wurden auf Bloggers in Amsterdam veröffentlicht.
Die Aktion sorgte für viel medialen Wirbel im Vorfeld, sowohl in der internationalen "Blogosphäre" als auch in den klassischen Medien. Viele der
Blogger wurden der Käuflichkeit und des unethischen
Verhaltens beschuldigt (siehe etwa Josh Trevino auf Spot-on.) Enttäuschte Reaktionen kamen auch von (ausländischen) Bloggern, die in Amsterdam leben.
Die veröffentlichten Interviews waren wenig ergiebig und vor allem schwierig zu lesen. Usability ging zu Lasten von Authentizität, etwa wenn Interviews über Istant Messenger oder Chat-Clients geführt wurden. Viele der teilnehmenden Top-Blogger – darunter die amerikanische Bloggerin Heather Amstrong von Dooce.com (Technorati-Rang 80!) – schrieben auch in ihren Blogs relativ wenig über den Aufenthalt. Eine Ausnahme war Liza Sabater von Culturekitchen, die ausführlich berichtete und Bilder machte. Auch der Musik-Kritikblogger von Chromewaves hat fleißig über Amsterdam gepostet. Und Blurbomat stellte allein über 1000 Bilder bei Flickr ein. Alle Flickr-Bilder sind hier zu finden. (Meine Highlights: diese köstlichen Nachtisch-Bilder von Cityrag, alle Beiträge von Cityrag hier.)
Ein Problem der Aktion, was die inhaltliche Seite betrifft, brachte der Musikblogger Glenn Peoples vor seiner Reise auf den Punkt:
To keep this an industry-related site, I will pass on telling you what
I had for breakfast and will do my best to find Coolfer-related things
to post.
Es kam allerdings nicht mehr viel nach, abgesehen von seinem wenig aussagekräftigen Resümee. Amanda Marcotte von Pandagon war zumindest von Amsterdam begeistert, wie in ihrem ersten Eintrag nach der Reise zu lesen ist. Ich fragte sie nach der Reaktion ihrer LeserInnen:
They loved it all. There was some initial grumbling when I went over about conflicts-of-interest, but when I was actually posting pictures, my readers showed a lot of interest in what we were up to.
Einige Kritiker meinten, man hätte das Budget besser für
die Flüge und Unterbringung von 25 klassischen Journalisten investiert. Dennoch waren sowohl Blog Ads als auch die Niederländische Landestourismusorgansiation mit dem Ergebnis zufrieden. Denn man habe sich keine vermehrten Zugriffe oder direkte Nächtigungszuwächse erhofft, sondern mediale Aufmerksamkeit und Interesse für Holland als Reiseziel zu wecken. Mehr dazu nächste Woche von Justin Abbott – wie immer montags in Englisch.
Schön, dass Sie wieder hier sind :-) Kennen Sie schon meine Leistungen für Sie?



