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Hotel 2.0 – Lügen haben kurze Beine bei HolidayCheck

Der Kommentar eines scharfsinnigen Lesers hat mich angeregt, bei Herrn Dr. Jockwer von HolidayCheck nachzuhaken, wie sie mit Fällen von Fake Bewertungen umgehen. Also, wenn Hoteliers sich selber bewerten, andere Kollegen schlecht machen oder Freunde und Familie, die bei ihnen nie zu Gast waren, zu beidem auffordern.

Diese Statements habe ich von der Leitung des Contentmanagements bei HolidayCheck bekommen.

  • Gefälschte Bewertungen müssen differenziert werden in übertrieben positive Darstellungen des eigenen Hauses unter Angabe falscher Identitäten (also Eigenwerbung) einerseits, und absichtliche übertriebene negative Darstellungen der Konkurrenz auf der andererseits.
  • Beides kommt bei vor, wobei Eigenwerbung (Fake) wesentlich ausgeprägter ist.
  • Wir haben ein intensives manuelles und technisches Prüfungsverfahren. Verständlicherweise geben wir die einzelnen Kriterien, die dabei kontrolliert werden nicht an die Öffentlichkeit.
  • Wir haben 180 Hotels dokumentiert, die wiederholt und nachweisbar als Faker in Erscheinung getreten sind.
  • Wenn wir massive Fälschungsversuche feststellen, melden wir dies auch an höhere Instanzen (zum Beispiel an das Management der Hotelkette), mit der Bitte zukünftig davon abzusehen.

HolidayCheck rät Hoteliers, die Bewertungen ihrer Häuser zu verfolgen. Über den Hotelzugang ist das bequem möglich. Bei Ungereimtheiten sollten sie Kontakt zu HolidayCheck aufnehmen. Wenn die Beschwerde eingeht, wird die Bewertung offline gestellt. Nach einem erneuten Prüfungsverfahren fällt die Entscheidung, ob die Bewertung endgültig gelöscht oder wieder veröffentlicht wird.

Bei Ungereimtheiten kontaktiert HolidayCheck die Verfasser. Bei dieser Nachfrage werden sie  gebeten, ihre vollständige Kontaktadresse und Kopien von beweisfähigen Dokumente (Rechnung mit Steuernummer, Kreditkartenabrechnung, Buchungsbestätigung, o.ä.) einzusenden Bei positiver Bestätigung ihres Aufenthaltes und der gemachten Aussagen geht die Bewertung wieder online.

Das nenne ich Transparenz! Das Interview mit Dr. Jockwer finden Sie hier.

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