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Wenn Airlines bloggen – Blog von Air France Mexico

Von Air France Mexico gibt es seit Juni 2006 einen Blog (in Spanisch). Der Blog namens Buenos Días Mexico soll laut Selbstbeschreibung einen Blick hinter die Kulissen der Fluglinie erlauben. Die LeserInnen sollen deren Produkte, Angestellte, Routen und Destinationen besser kennen lernen. Das Ziel ist: im Dialog mit den LeserInnen und Kunden das eigene Service zu verbessern. Löblich!

Hier eine kleine Case-Study. Zunächst die positiven Punkte:

  • Der Mut, als Unternehmen (und noch dazu als Airline) ein Blog einzurichten.
  • Der Aufruf an LeserInnen, die Berichte zu kommentieren und eigene Erfahrungen sowie Fotos einzuschicken. Ganz im Sinne von "Märkte sind Gespräche" (siehe Cluetrain Manifesto).
  • Sie bauen andere Web 2.0-Anwendungen ein, wie Flickr oder Widgets.
  • Der Inhalt ist fokussiert: Es geht ums Fliegen, am liebsten mit Air France.
  • Bilder oder Screenshots lockern Textbeiträge auf.
  • Das Layout ist übersichtlich.
  • Das Screendesign ist freundlich und geht mit dem Corporate Design von Air France konform.

Wo Optimierungsbedarf besteht:

  • Man weiß nicht, wer der Autor ist. Das ist wohl durchaus gewollt, denn in der About-Rubrik wird nicht nur explizit dazu aufgerufen, Kommentare zu posten, sondern auch selber zum Autor zu werden. Doch auch bei Gemeinschaftsblogs sollte klar sein, aus wessen Feder der Inhalt stammt. Die Österreich Werbung hat das sehr gut gelöst.
  • Obwohl die inhaltliche Ausrichtung klar definiert wurde, hapert es bei der Umsetzung. Es geht wohl ums Fliegen, aber ich habe bisher keine Flugzeuge und Angestellte von Air France kennen gelernt, noch sonstige persönliche Einblicke gewinnen können. Das war allerdings das Ziel von Air France Mexico.
  • Teilweise werden Berichte veröffentlicht, die Pressemeldungen ähneln oder einfach aus einer Zeitung übernommen wurden. Worin liegt dabei der Mehrwert für die LeserInnen?
  • Es fehlt darob der menschliche "Touch". Siehe Cluetrain Manifesto-These #5: Menschen erkennen einander am Klang ihrer Stimme.

Hut ab: Die Macher des Blogs wissen, worin die Chancen eines Corporate-Blogs liegen. Aber damit das Potenzial erzielt wird, müssen Inhalt und Intention übereinstimmen.  Experimente und Erfahrungen sammeln ist natürlich in Ordnung. Doch nach einem dreiviertel Jahr sollte das ursprüngliche Ziel ins Auge gefasst werden, auch wenn die erforderliche Neuausrichtung die Investition von Zeit und Hirnschmalz erfordert.

Einen gelungenen Fluglinien-Blog führt der CEO von Jet Blue. Und In diesem Beitrag gebe ich weitere Tipps zu Unternehmensblogs.

Via Les Explorers, merci de Vienne!

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Über Karin Schmollgruber /passion PR: Die Pionierin für Online-Kommunikation ist Vortragende, Seminar-Leiterin für den Einsatz von Social Media und (PR-)Beraterin – mit Schwerpunkt Tourismusbranche. Zu ihren Kunden gehören u.a. Österreichische Hoteliervereinigung, APA-OTS Tourismuspresse, Katla Travel und Hotels in D/A/CH. Seit 2006 bloggt die Austro-Chilenin & studierte Juristin auf fastenyourseatbelts.at über Do’s und Don’ts in Social Media und Online-Kommunikation. Für noch mehr handfeste Umsetzungstipps bestellen Sie ihren Newsletter auf passionpr.at/impuls

7 Responses to “Wenn Airlines bloggen – Blog von Air France Mexico”

  1. Bonjour Karin,

    Vous parlez français ?

    bonjour de Marseille ;-)

  2. Karin sagt:

    Bonjour Claude,
    oui un peu, enfin j’essaye. Je comprend pas mal, mais parler ou ecrire c’est tout a fait un defit pour moi. Tout de meme j’aime lire ton blog regulierement. Je suis Austro-Chilienne, alors naturalment l’analyse du blog d’Air France c’etait facile.

  3. Bei Blogs von Unternehmen schaue ich meistens zwei Mal hin, da im Gegensatz zu “unabhängigen” Blogs die Informationen schon stark gefiltert (durch die PR Abteilung) den Weg auf die Webseite finden.
    Ich glaube das hier einfach versucht wird auf den modernen Zug des Web 2.0 auzuspringen, wirkliche News oder Insights erhält man auf diesen Seiten leider nicht.
    Aber das Layout finde ich auch gelungen – ich frage mich nur warum Air France Mexico noch Google Anzeigen auf die Seiten packt, das sieht nach verzweifeltem Versuch aus Geld zu verdienen ;-)

  4. Karin sagt:

    Der Blog entwickelt sich nicht zum Besten weiter. Das stimmt.

    Leider bieten auch jede Menge unabhängige Blogs keinerlei Mehrwert.

  5. Dabei finde ich ja auch die umgekehrte Herangehensweise spannend, nämlich nicht “Wie bloggt eine Airline”, sondern “Wir sind eine Airline, was wird eigentlich über uns gebloggt?”. Denn Blogs sind Ausdruck der persönlichen Meinung und durachaus auch der mehr oder weniger wohlmeinenden Kritik. Ein Beispiel findet sich hier (http://franzkuehmayer.spaces.live.com/blog/cns!9E0C5B099ED3E631!474.entry). Früher hätte ich das in einen Brief geschrieben und an die AUA geschickt, heute mach ich mir die Mühe nimmer, auf der AUA Webseite ein Feedbackformular zu finden. Ich blogge es lieber. Eine gute Airline würde darauf reagieren, insbesondere weil es offenbar kein Einzelschicksal ist, wie die Kommentare zeigen. Hier wird eine Chance vertan.

  6. Karin sagt:

    @ Franz,
    hm, dann starte ich jetzt mal einen Versuch. Ich hab Ende März meine Upgrade-Version Microsoft Office 2003 auf 2007 angefordert. Alle erforderlichen Unterlagen habe ich beigelegt.

    Das Geld fürs Upgrade wurde auch prompt in Dublin abgebucht. Tja, meine Version ist aber nie angekommen. Heute ist der 26.7.2007.

    Ich bin entrüstet. Bin ich wirklich entrüstet? Ich weiß nicht, nach dem Ärger den mir Vista jeden Tag beschert bin ich ggü dieser Firma so etwas von abgestumpft, dass ich mir sowieso nichts anderes erwartet hatte.

    Mal sehen, ob jetzt etwas passiert.

  7. Flug Blogger sagt:

    Also auch wenn der Corporate Blog von Air France vielleicht nicht ganz seinen Ansprüchen gerecht wird (mal abgesehen davon… welcher Blog tut das schon zur Genüge?) nehme ich mal an, dass er dem Unternehmen schon einiges an Informationen liefert, denn sonst würden Air France und viele weitere Firmen so etwas ja gar nicht betreiben. Ob es nun heutzutage nötig ist zu bloggen oder nicht sei dahingestellt, aber es ist definitiv eine äußerst günstige Kommunikations-Variante.

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