Immer mehr Unternehmen der Tourismusbranche beginnen, im Mitmach-Web zu experimentieren. Sollte jedes Unternehmen einen Blog führen? Sollten Sie einfach loslegen oder lieber mehrere Monate für die "Grundlagenrecherche" aufwenden? Worauf ist zu achten?
Hier einige Tipps zur Entscheidungsfindung. Klären Sie im Vorfeld folgende Punkte ab:
- Unternehmenskultur: Authentizität gilt als das oberste Gebot, dazu muss Ihre Unternehmenskultur vereinbar sein mit durchlässiger, offener Kommunikation.
- Transparenz: Der Dialog muss möglich sein & unterstützt werden, auch in Krisensituationen. Grenzen sind möglich, sollten aber möglichst im vorhinein festgelegt und kommuniziert werden. Etwa in Form einer Blog-Etiquette.
- Zeit: Das notwendige Zeitbudget für das Schreiben, Recherchieren und Kommunizieren mit den LeserInnen sollte intern abgeklärt werden. (a) ist es Arbeitszeit?, (b) geplante Aktualisierungs-Frequenz sollte im vorhinein kommuniziert werden, (c) auch deren Änderung.
- Dialog: Blogs sind Konversationen und kein Monolog! (a) mit den AutorInnen von Kommentaren muss ein Dialog eingegangen werden, (b) die Zeit für das Lesen von und Kommentieren auf anderen Blogs sollte aufgewendet werden
- Schreibstil & Leidenschaft: Der/die BloggerIn muss unterhaltsam und engagiert schreiben sowie Persönlichkeit zeigen. Es soll eine “Begegnung” bzw. Verbindung mit den LeserInnen entstehen. Wählen Sie jemanden aus, der Ihre Firmenkultur nach außen mit seiner persönlichen Stimme kommunizieren kann.
Nicht jedes Unternehmen muss bloggen. Wenn die oben genannten Voraussetzungen in Ihrem Unternehmen nicht gegeben sind, dann nutzen Sie doch die anderen Aspekte des Mitmach-Webs. Dazu einige Tipps.
- Suchen Sie auf Youtube, Flickr, Bewertungsplattformen und passenden Blogs nach nutzer-generiertem Content, der für Ihre Kunden von Nutzen ist. Sie ersparen ihnen damit die Arbeit, diese Informationen selber zu suchen.
- Lesen Sie Blogs, die zu Ihrem Unternehmen passen. Fangen Sie einen Dialog an, indem Sie die Kommentarfunktion nutzen. Feedback in Form von Kommentaren ist die schönste Bestätigung für BloggerInnen. Verzichten Sie dabei auf das Posten von Pressemeldungen oder die Verwendung von Marketing-Jargon. Auch für das Kommentieren gilt: Blogs sind Konversationen! Wann haben Sie das letzte Mal auf Fasten Your Seatbelts gepostet? Nun aber los…
Mein Tipp, legen Sie im geschützten Bereich los. Richten Sie sich bei Blogger oder WordPress
einen kostenlosen Blog ein. Darin können Sie erste Erfahrungen sammeln.
Aber Obacht, selbst wenn Sie den Blog so einrichten, dass er von
gängigen Suchmaschinen nicht gefunden wird, sobald Sie beginnen Links auf andere
Blogs zu setzen, werden Sie bald von deren AutorInnen gefunden. Und
gelesen!
Siehe auch meinen Beitrag über den Blog von Air France Mexico.






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Hallo Karin,
Ich bin zwar noch kein Unternehmen, aber trotzdem finde ich die Anregungen sehr hilfreich. Ich betreibe zwar schon meinen 3. Blog. (2 mußte ich wegen der Betreiber aufgeben) aber erst über Deine Infos zu Web 2.0 sind mir gewisse Dinge klarer geworden. Als do-it-yourself women ist man auf hilfreiche Infos angewiesen. Bitte weitermachen.
lg
Petra
Liebe Petra, danke für die Blumen, das tut gut. Ja, auf manche Dinge kommt man erst, wenn man sich wirklich intensiv damit beschäftigt. Dabei ist es völlig egal, ob es sich um Bloggen, Fischen oder sonst was handelt
Alles Gute für deinen neuen Blog und schau weiterhin vorbei.
Hi Karin,
darf dutzen, gell? Dein Blog und diese Anregungen haben mich zum bloggen inspiriert. Fühle es jetzt fast wie eine Befreiung über alles zu reden was man zum Thema Tourismus im Kopf hat.
Danke, weiter so.
Hallo Hugo,
das freut mich aber sehr. Werde mir gleich dein Werk anschauen.
Karin