Krisenkommunikation Travel 2.0 am Fall Mallnitz

Erinnern Sie sich noch an die Causa Mallnitz? Es ging um den bedauernswerten touristischen Zwischenfall, bei dem ein Hotelier seinen 99 Gästen aus Belgien das Frühstück verweigerte und die Ski wegsperrte. Er hatte sich von deren Reiseveranstalter übervorteilt gefühlt. Ed spornte mich damals an, Position zu beziehen. Ich ließ mein Hirn rauchen, vor allem aus der Perspektive des Destinationsmarketing (Krisenkommunikation 1 & 2). Mehrere österreichische Blogger nahmen sich des Themas an, darunter auch Hannes Treichl und Martin Schober von der Österreich Werbung.

Anschließend mailte ich dem Mallnitzer Tourismusverband die URLs meiner Beiträge, mit keinerlei Erwartungen. Ich war überrascht, dass sie die Links öffneten. So weit, so gut, denn ich hatte keine Reaktion darauf erwartet. Durch Zufall habe ich gestern doch wieder daran gedacht. Denn die Google-Suche nach dem betreffenden Hotel, hat Interessenten aus Florida auf meinen Blog gebracht.

Wirklich überrascht war ich, als ich auf der ersten Seite der Suchergebnisse einen Bericht der Kleinen Zeitung fand. Darin wird berichtet, dass die Tourismusobfrau von Mallnitz sich stark gemacht hat, dass die Wogen geglättet wurden, dass es einen netten Event mit Kärntner Gastfreundlichkeit gab. Friede, Freude, Eierkuchen, also. Es wurden die richtigen Maßnahmen getroffen.

Aber Krisenkommunikation sollte eben nicht nur vor Ort, und nicht nur für die Betroffenen stattfinden. Ich hätte jedenfalls sehr gerne darüber geschrieben, wie Mallnitz reagiert hat. Und es wäre für die Mallnitzer sehr einfach gewesen, mich zu informieren. In Zeiten des "Mitmach-Webs" sollten Tourismusverbände, Reiseveranstalter und Hoteliers verinnerlichen: Tot stellen und die Öffentlichkeit ignorieren ist einfach nicht zielführend.

Übrigens, der Artikel ist bereits am selben Tag in der Kleinen Zeitung erschienen! Mallnitz hätte das Interesse der Medien (und dazu gehören auch die Branchenblogs) nutzen können, um Werbung in eigener Sache zu machen. Diese Möglichkeit haben sie leider vertan. Dabei heißt es doch immer so schön: Krise als Chance.

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Über Karin Schmollgruber /passion PR: Die Pionierin für Online-Kommunikation ist Vortragende, Seminar-Leiterin für den Einsatz von Social Media und (PR-)Beraterin – mit Schwerpunkt Tourismusbranche. Zu ihren Kunden gehören u.a. Österreichische Hoteliervereinigung, APA-OTS Tourismuspresse, Katla Travel und Hotels in D/A/CH. Seit 2006 bloggt die Austro-Chilenin & studierte Juristin auf fastenyourseatbelts.at über Do’s und Don’ts in Social Media und Online-Kommunikation. Für noch mehr handfeste Umsetzungstipps bestellen Sie ihren Newsletter auf passionpr.at/impuls

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